Am Wochenende hielt ein Waldbrand die Region rund um die Gemeinde Tignale am westlichen Steilufer des Gardasees in Atem. Das Feuer war am Freitagabend in den steilen Waldhängen oberhalb des Sees ausgebrochen und breitete sich durch starken Wind und die extrem trockene Vegetation rasch aus. Vorsorglich mussten über 200 Menschen – darunter viele deutsche Urlauber aus Ferienhäusern und einer Ferienanlage – die Koffer packen und in Sicherheit gebracht werden.
Waldbrand am Gardasee
- Betroffenes Gebiet: Die Hänge rund um Tignale nahe der Straße zwischen Gargnano und Limone sul Garda.
- Löscharbeiten: Feuerwehr und Zivilschutz bekämpften die Flammen im schwer zugänglichen Terrain mit einem Großaufgebot, darunter mehreren Löschflugzeugen (Canadair) und Hubschraubern, die Wasser direkt aus dem Gardasee schöpften.
Waldbrand-Lage am Gardasee
Inzwischen gibt es gute Nachrichten für Anwohner und Reisende: Die Einsatzkräfte konnten die Feuerfronten eindämmen. Der Brand gilt inzwischen als weitgehend unter Kontrolle. Die Evakuierungen wurden aufgehoben, sodass alle Betroffenen in ihre Unterkünfte zurückkehren konnten. Personen kamen nach bisherigen Angaben nicht zu Schaden.
Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle und Trockenheit in Oberitalien bleibt die Waldbrandgefahr in der gesamten Region jedoch weiterhin hoch. Urlauber vor Ort sollten die Hinweise des lokalen Zivilschutzes beachten und offenes Feuer strikt vermeiden.

