Baden-Württemberg

Wie machten Steinzeitmenschen Feuer?

Eine Reise der anderen Art: Macht euch auf den Weg in die Vergangenheit. Diese Freilichtmuseen geben Besucherinnen und Besuchern das Gefühl, plötzlich in einer anderen Zeit zu leben.

  • Im Pfahlbauten Museum lernt man, wie beschwerlich es für die Steinzeitmenschen war, Feuer zu machen.Pfahlbauten Museum

    Im Pfahlbauten Museum lernt man, wie beschwerlich es für die Steinzeitmenschen war, Feuer zu machen.Pfahlbauten Museum

Wie haben Steinzeitmenschen Feuer gemacht? Und was haben die Kelten vor über 2000 in ihrem Garten gepflanzt? Hatten Menschen im Mittelalter einen Bagger, um ein ganzes Kloster zu bauen? Fragen über Fragen, die den Kindern auf diesen Zeitreisen beantwortet werden. Wer noch auf der Suche nach einem spannenden Ferienerlebnis ist, wird hier sicherlich fündig. Sogar diejenigen, die auf einer mittelalterlichen Baustelle selbst aktiv werden wollen.

Dörfer der Steinzeit am Bodensee

Kommt mit auf einen virtuellen Tauchgang zu den Pfahlbauten Unteruhldingen im Bodensee. Jahrtausende alte Menschheitsgeschichte wird hier sichtbar und erlebbar. In der Multimediashow Archaeomama erwachen Dörfer, Lebensformen und das alte Handwerk zu neuem Leben. Besucher bekommen dank Experimentalarchäologen einen neuen Blick auf die Geschichte. Denn die Forscherinnen und Forscher haben die Techniken des Hausbaus von damals angewendet und sich darin versucht möglichst authentisch die Bauweise von einst anzuwenden. Das Pfahlbautenmuseum ist das älteste archäologische Freilichtmuseum Deutschlands. Auf dem Entdeckerparcour können Kinder an mehreren Dutzend Mitmachstationen erleben und ausprobieren, wie die Steinzeitmenschen ihre natürlichen Ressourcen genutzt hatten.

Die Wege und Stege sind mit dem Kinderwagen befahrbar.

Mehr Infos: pfahlbauten.de

Mitmachtag auf der mittelalterlichen Baustelle

Wir bauen gemeinsam ein Kloster, und in den Sommerferien dürft ihr mittwochs mitmachen: Auf dem Klostergelände Campus Galli in Meßkirch entsteht jeden Tag ein kleines Stück Mittelalter. Und das voll und ganz mit den Mitteln und Werkzeugen des 9. Jahrhunderts. Wie das geht? Nach den Plänen des St. Galler Klosterplans arbeiten fleißige Helfer gänzlich ohne moderne Maschinen. Der Campus Galli ist zweifelsohne eine Baustellenbesichtigung der anderen Art. Und wer nicht zum ersten Mal die experimentelle Baustelle besichtigt, wird bestimmt feststellen, dass sich seit dem letzten Besuch ganz schön viel verändert hat.

Bei geführten Rundgängen und Familienführungen können Besucherinnen und Besucher interessante Geschichten über den Bau des Klosters erfahren. In den Ferien ist mittwochs Mitmachtag. Dann können Freiwillige auch spontan mithelfen. Wo mitgeholfen werden kann, richtet sich nach Baufortschritt.

Mehr Infos: campus-galli.de

Welche Werkzeuge benutzten die Kelten?

Die keltische Höhensiedlung ist die älteste Stadt nördlich der Alpen. Auf halber Strecke zwischen Stuttgart und dem Bodensee befindet sich die Heuneburg in Herbertingen im Landkreis Sigmaringen. Entstanden ist sie zu einer Zeit als das später so bedeutende Rom noch gar nicht wirklich existierte. Heute laden die detailgetreuen Nachbildungen der Wohn- und Handwerkerhäuser zu einer Besichtigung ein, um einen Einblick in das Leben der Kelten zu bekommen. Besonders schön ist das Handewerkerviertel mit ganz unterschiedlichen Alltagsgegenständen. Dank Pollenanalysen sind die ausgewählten Pflanzenarten im Garten sogar archäologisch belegt. Ein acht Kilometer langer und ausgeschilderter Wanderweg verbindet die Denkmale der Heuneburg und das Heuneburgmuseum miteinander.

Mehr Infos: heuneburg.de

Burgruine seit 300 Jahren

Überfälle, Verkäufe, Umbauten, Erbfolgekriege und Plünderungen: die Burg Zavelstein hat in den 800 Jahren seit ihrer Errichtung turbulente Zeiten erlebt. Seit 1710 eine Ruine, ihren Charme hat sie dennoch nicht verloren. Prächtige Mauern, verborgene Treppen, geheimnisvolle Gänge und ein herrlicher Blick vom Turm lassen die Besucher noch heute das Mittelalter nachspüren.

Mehr Infos: teinachtal.de

Auf dem Spielplatz ein echter Römer sein

Fühle dich wie ein echter Römer auf einem Streitwagen auf dem Spielplatz des Römischen Freilichtmuseums. Das Museum ist eine weitläufige Anlage, malerisch auf einer Anhöhe gelegen. Von dort blickt man auf die Burg Hohenzollern und den Albtrauf. Als die Römer sich in Hechingen-Steil niederließen, gab es die Burg noch nicht, den Albtrauf schon. Heute lädt das Museum Besucherinnen und Besucher ein, sich die rekonstruierten Bauwerke anzusehen, Eckturm, Badehaus, Tempelbezirk. Kinder haben die Möglichkeit, auf einer Kugelbahn ein Wettrennen zu veranstalten während Eltern eine Pause auf der Sonnenterrasse einlegen. Rund um das Museum herum führt ein Rundweg und erläutert an zahlreichen Stationen die römische Geschichte und eine Grillstelle lädt zu einer Pause ein.

Mehr Infos: roemischesfreilichtmuseum.de

Unannehmbar: Burg Hohenneuffen

Eine Burg wie aus dem Märchen. Stolze drei Meter dick war die Schildmauer als Mangold von Sulmetingen-Neuffen sie 1140 errichten ließ. Teile davon kann man auch noch heute bestaunen. In ihrer nun 700-jährigen Geschichte wurde die Burg auf dem Hohenneuffen von den Burgherren stetig ausgebaut und erweitert, die Fertigkeiten der Arbeiter immer ausgefeilter. Schon die Lage auf dem Felssporn machte die Burg schwer erreichbar, irgendwann sogar unannehmbar. Und noch heute staunen Besucherinnen und Besucher, wenn sie die Ruine besichtigen. Begehbare Verliese, Mauern, Türme, Kasematten und hier und da ein Blick durch schmale Fensteröffnungen. Zu gerne möchte man den einstigen Bewohnern lauschen.

Mehr Infos: festungsruine-hohenneuffen.de

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