Panorama

Wie im Videospiel: Schüler erschießt Mitschüler während Livestream

Ein Gymnasiast hat auf den Philippinen während eines Livestreams einen Mitschüler erschossen und anschließend vor laufender Kamera Suizid begangen. Der Neuntklässler übertrug seine Tat live im Internet.

  • Polizisten sichern ein Gebäude nach der Bluttat auf dem Campus of Ateneo de Zamboanga University High School in Zamboanga City.Imago/Anadolu Agency

    Polizisten sichern ein Gebäude nach der Bluttat auf dem Campus of Ateneo de Zamboanga University High School in Zamboanga City.Imago/Anadolu Agency

Unfassbare Bluttat an einer Schule in der philippinischen Stadt Zamboanga: Während eines Livestreams erschießt ein Gymnasiast einen Mitschüler. Anschließend begeht er vor  laufender Kamera Suizid.

Rekonstruktion eines Verbrechens

Am Dienstagmorgen (18. August) dringt der Neuntklässler in einen Klassenraum an der  katholischen Privatschule „Ateneo de Zamboanga University Junior High School“ in Zamboanga im Westen des Landes ein und tötet einen Schüler, wie eine Polizeisprecherin berichtet. Anschließend läuft er ins fünfte Stockwerk des Schulgebäudes und nimmt sich dort das Leben.

Der Neuntklässler überträgt seine Tat live im Internet, wie der philippinischen Innenminister Victor Remulla bestätigt. Sein Account beim Onlinedienst Facebook wird nach dem Vorfall gesperrt.

Von philippinischen Medien veröffentlichte Ausschnitte aus dem Video zeigen, dass der Junge seine Tat im Stil eines Videospiels filmt. Zu sehen ist der Lauf einer Schusswaffe, die sich durch einen Flur bewegt, bevor sie schließlich in ein Klassenzimmer zielt und Schüsse fallen.

Das Motiv für den Angriff sei noch unklar, erklärt das Innenministerium. Geklärt werden müsse auch, woher die von dem Jungen eingesetzte Waffe stamme und wie er sie auf das Schulgelände bringen konnte.

Schusswaffenangriffe in Schulen sind auf den Philippinen selten. Im vergangenen Monat waren jedoch bei einem Angriff in einer Schule im Zentrum des Landes drei Schüler getötet und 20 weitere verletzt worden. (mit AFP-Agenturmaterial)

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