Baden-Württemberg

Wie ein Nationalsozialist und Holocaust-Profiteur nach dem Krieg politisch Karriere machte

Der Sudentendeutsche Eduard Fiedler amtierte von 1952 bis 1960 als Vertriebenenminister in Baden-Württemberg – und das, obwohl er tief in den Nationalsozialismus verstrickt war. Nach dem Krieg stilisierte er sich zum Opfer.

  • Öffentliche Demütigung als gezielte Methode der psychischen und physischen Gewalt: Das Foto zeigt zwei junge Frauen am 29. Oktober 1940 bei der sogenannten Komotauer „Eselreiterei“. Der Winter war in diesem Jahr besonders früh eingebrochen. Auf den Plakaten steht: „Wir Säue haben uns mit Kriegsgefangenen eingelassen.“LABW StAL EL 902/20 Bü 45998

    Öffentliche Demütigung als gezielte Methode der psychischen und physischen Gewalt: Das Foto zeigt zwei junge Frauen am 29. Oktober 1940 bei der sogenannten Komotauer „Eselreiterei“. Der Winter war in diesem Jahr besonders früh eingebrochen. Auf den Plakaten steht: „Wir Säue haben uns mit Kriegsgefangenen eingelassen.“LABW StAL EL 902/20 Bü 45998

In seinem Meldebogen zur Entnazifizierung schreibt der Sudetendeutsche Eduard Fiedler am 24. April 1946: „Habe als Flüchtling Heimat und Besitz, den ich mühsam und ehrlich erworben habe, verloren.“ Der Zweite Weltkrieg hatte ein knappes Jahr zuvor mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht…

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