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Waffen sichergestellt: Polizei durchsucht mehrere Wohnungen im Landkreis Ludwigsburg

Nach monatelangen Ermittlungen werden acht Verdächtige identifiziert, denen zahlreiche Gewaltdelikte zur Last gelegt werden. Was ist zu den Hintergründen bekannt?

Ludwigsburg (p). Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei mehrere Tatverdächtige identifiziert, die an einer Serie gewalttätiger Auseinandersetzungen im Stadtgebiet Ludwigsburg beteiligt gewesen sein sollen. Höhepunkt der Gewalt war ein versuchtes Tötungsdelikt Anfang März.

Auseinandersetzungen zwischen zwei Gruppen

Im Frühjahr 2026 war es im Stadtgebiet Ludwigsburg, insbesondere beim Bahnhof, mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen zwei Gruppen gekommen. Am 8. März wurde dabei ein 18-Jähriger von zunächst unbekannten Personen angegriffen und mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt. Das Opfer musste notoperiert werden, konnte das Krankenhaus jedoch kurze Zeit später wieder verlassen.

Verdächtige zwischen 14 und 22 Jahre alt

Zur Aufklärung wurde Mitte März die Ermittlungsgruppe „Residenz“ eingerichtet, die sich aus 15 Ermittlerinnen und Ermittlern der Kriminal- und Schutzpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg zusammensetzte. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag mitteilten, hätten monatelange und intensive Ermittlungen zum Erfolg geführt: Bislang konnten acht Verdächtige zwischen 14 und 22 Jahren identifiziert werden, die in unterschiedlicher Zusammensetzung an den Auseinandersetzungen beteiligt waren und denen zahlreiche Gewaltdelikte zur Last gelegt werden. Bei ihnen handelt es sich teilweise um syrische Staatsangehörige sowie um deutsche Staatsangehörige mit familiären Bezügen in den kurdischen beziehungsweise kosovarischen Raum. Vier davon stehen im Verdacht, an dem versuchten Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein – als Täter oder Teilnehmer. Vor dieser Tat gab es nach bisherigem Stand der Ermittlungen mehrere weitere Aufeinandertreffen der Gruppierungen in Ludwigsburg, bei denen es jeweils zu unterschiedlichen Körperverletzungen kam. Die Hintergründe der Auseinandersetzungen und ein möglicher Zusammenhang mit ethnischen oder anderen Konflikten sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Verschiedene Waffen sichergesetellt

Mitte Juli wurden in den frühen Morgenstunden zeitgleich insgesamt acht Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, die von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragt und vom Amtsgericht Stuttgart erlassen worden waren. Ziel waren die Wohnungen der acht Tatverdächtigen in den Bereichen Ludwigsburg, Pleidelsheim und Bietigheim-Bissingen. Etwa hundert Einsatzkräfte der Polizei sowie mehrere Vertreter der Staatsanwaltschaft waren an den Durchsuchungen beteiligt. Sieben der acht Verdächtigen wurden angetroffen und erkennungsdienstlich behandelt. Es wurden zudem verschiedene Waffen sowie umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

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