Politik

Wadephul in Kiew – Russland beschießt Vorort

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul reist vor dem Hintergrund von starken russischen Luftangriffen aus Solidarität in die Ukraine. Und trotz seiner Anwesenheit greift Russland wieder an.

  • Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU, M) werden ukrainische Drohnen und andere Waffensysteme im Außenministerium gezeigt. (zu dpa: «Wadephul in Kiew - Russland beschießt Vorort»)Michael Fischer/d/dpa

    Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU, M) werden ukrainische Drohnen und andere Waffensysteme im Außenministerium gezeigt. (zu dpa: «Wadephul in Kiew - Russland beschießt Vorort»)Michael Fischer/d/dpa

Während des Aufenthalts von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen angegriffen. Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil mit dem seit Kriegsbeginn geschlossenen internationalen Flughafen liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Luftalarm galt auch für Kiew.

Laut den Behörden wurde bei dem Angriff im Landkreis Boryspil mindestens ein Mensch getötet. Fünf Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. Es gebe Schäden an Lagerhallen, geparkten Transportern, Wohnhäusern und mindestens einer Tankstelle. Unbestätigten Berichten zufolge wurde vom russischen Militär auch besonders gefährliche Streumunition eingesetzt.

Die Ukraine wehrt sich seit viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion. Außenminister Wadephul reiste nach Kiew, um dem osteuropäischen Land weitere Unterstützung zuzusichern.

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