Panorama

Türkische Feuerwehr bekämpft Waldbrände in Antalya

Mehr als 600 Feuerwehrleute kämpfen seit der Nacht gegen Flammen, die auch türkische Touristenorte bedrohen. Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden.

  • Einheimische und Feuerwehrleute versuchen, einen Waldbrand in Beykoz, einem Vorort von Istanbul, zu löschen. Nun bekämpfen Einsatzkräfte im Osten der türkischen Hauptstadt Ankara einen Waldbrand. (zu dpa: «Türkische Feuerwehr bekämpft Waldbrände in Antalya»)Emrah Gurel/AP/dpa

    Einheimische und Feuerwehrleute versuchen, einen Waldbrand in Beykoz, einem Vorort von Istanbul, zu löschen. Nun bekämpfen Einsatzkräfte im Osten der türkischen Hauptstadt Ankara einen Waldbrand. (zu dpa: «Türkische Feuerwehr bekämpft Waldbrände in Antalya»)Emrah Gurel/AP/dpa

In der Provinz Antalya im Süden der Türkei bekämpft die Feuerwehr starke Brände in den Bezirken Aksu und Kozan. Das erklärte die Generaldirektion für Forstwirtschaft auf X. Die Feuer hatten sich über Waldgebiete und landwirtschaftliche Flächen ausgebreitet und wurde von anhaltendem Wind verstärkt. Ein Brand war im Stadtteil Karaöz aus bislang unbekannten Gründen ausgebrochen und werde aus der Luft und vom Boden bekämpft, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Einsatzkräfte bekämpfen den Brand, der sich über ein weitläufiges Gebiet rund um fünf Stadtteile ausgebreitet hatte, bereits seit der Nacht mit Löschfahrzeugen und Baumaschinen. Seit Sonnenaufgang werde das Feuer auch aus der Luft gelöscht. An den Einsätzen sind neben fünf Flugzeugen und mehr als zehn Hubschraubern auch 110 Löschfahrzeuge und über 600 Einsatzkräfte beteiligt. Eine zunächst abgesperrte Umgehungsstraße zwischen Antalya und Isparta wurde am Morgen unter kontrollierten Bedingungen wieder für den Verkehr freigegeben.

Evakuierung bei Brand in Serik

Ein weiterer Brand, der im Bezirk Serik ausgebrochen war, konnte derweil unter Kontrolle gebracht werden, meldete Anadolu. Einige Häuser mussten evakuiert werden, während fünf Häuser bereits von den Flammen erfasst und unbewohnbar wurden. Drei Menschen, die sich noch in einem brennenden Haus befanden, erlitten eine Rauchvergiftung und wurden ins Krankenhaus gebracht.

In der Türkei kommt es im Sommer häufig zu Waldbränden, die durch lange Trockenheit und starke Winde begünstigt werden. Auslöser für die Brände seien häufig unzureichend gewartete Stromleitungen, die durch die Wälder führen, erklärte der Experte Cihan Erdönmez von der Universität Istanbul. Forstminister Ibrahim Yumakli sagte, im Jahr 2025 habe es mehr als 5.000 Waldbrände in der Türkei gegeben - 96 Prozent davon seien direkt oder indirekt vom Menschen verursacht.

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