Die Stiftung Warentest zieht die Kostengrenze für ein günstiges Girokonto nach einem Test hunderter Angebote bei 60 Euro. „Generell sollte niemand mehr als 60 Euro im Jahr für sein Girokonto zahlen“, erklärte Heike Nicodemus, Finanzexpertin der Stiftung, am Montag. „Wer mit allen Kosten, die für die Kontonutzung jährlich anfallen, über diese Grenze kommt, sollte über einen Konto- oder Bankwechsel nachdenken.“
Die Warentester analysierten nach eigenen Angaben die Preise und Bedingungen von mehr als 750 Angeboten. Als Maßstab wurde eine durchschnittliche Kontonutzung angenommen: ein Kunde, der Online-Banking nutzt und zwei Mal im Monat Bargeld abhebt.
Zusätzliche Kosten durch analoges Banking
Jede vierte Bank bietet demnach mindestens ein Konto an, bei dem durch diese Nutzung Kosten von weniger als 60 Euro im Jahr anfallen. Bei ausschließlicher Online-Kontoführung gibt es auch zwölf gänzlich kostenlose Angebote. Bei 20 weiteren Konten lassen sich Gebühren vermeiden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, etwa wenn monatlich ein Mindestbetrag auf das Konto eingezahlt wird.
Analoges Banking ohne Computer oder Smartphone ist den Testern zufolge bei den meisten Banken weiterhin möglich. Allerdings entstehen dann zusätzliche Kosten, etwa für Überweisungen am Schalter und Papierkontoauszüge. Wer auf Online-Banking verzichtet, sollte daher die Preise gründlicher vergleichen.

