Politik

Schiff sinkt nach Angriff vor Jemens Küste

Ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff ist vor der Küste des Jemen angegriffen worden. Das Schiff sank, die Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

  • Vor dem Hintergrund eines LPG-Tankers (Flüssiggas) fährt ein jemenitischer Soldat in den Gewässern nördlich der Straße von Bab el-Mandeb. (Archivbild).Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

    Vor dem Hintergrund eines LPG-Tankers (Flüssiggas) fährt ein jemenitischer Soldat in den Gewässern nördlich der Straße von Bab el-Mandeb. (Archivbild).Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der „Faize Noore Oliya“ - darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen - gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden.

Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an.

Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte im Onlinedienst X mit, das Schiff sei „in der Nähe jemenitischer Gewässer von einem Geschoss getroffen worden“. Indien verurteile „diesen unprovozierten Angriff aufs Schärfste“, fügte er hinzu. Auch Indiens Außenministerium verurteilte den Vorfall. „Die Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Region müssen enden“, sagte Außenamtssprecher Randhir Jaiswal. Indien gehört zu den Ländern, die die meisten Seeleute für die internationale Schifffahrt stellen. 2025 waren dem Außenministerium zufolge 320.000 indische Seeleute aktiv im Einsatz.

Seit der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel nach Beginn des Iran-Kriegs hat die Bedeutung der Schifffahrt durch das Rote Meer weiter zugenommen. Saudi-Arabien leitete seine internationalen Öllieferungen über den Hafen Yanbu am Roten Meer um.

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