Beim Landeanflug auf einen Sportflugplatz bei Gundelsheim nördlich von Heilbronn ist ein Kleinflugzeug am Sonntagmittag abgestürzt. „Wir haben zwei Tote zu beklagen“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Demnach ereignete sich der Unfall kurz vor 12 Uhr. Die Identität der Opfer war demnach zunächst unklar. Weitere Verletzte gebe es wohl nicht.
Wie die Sprecherin berichtete, hatte der unbekannte Pilot während des Landeanflugs sein Kleinstflugzeug plötzlich durchgestartet. Der Grund sei bisher unbekannt. Die kleine Propellermaschine streifte daraufhin einen Zaun und einen Baum. Etwa 200 bis 300 Meter entfernt stürzte das Flugzeug in einen Weinberg und brannte aus.
Die Feuerwehr kann nur das Wrack löschen
Die Gundelsheimer Feuerwehr sei mit 30 Rettungskräften und fünf Fahrzeugen im Einsatz gewesen und habe den Brand gelöscht. Allerdings sei am Wrack keine Nummer mehr zu erkennen gewesen. Dies erschwere die Identifizierung der beiden getöteten Insassen.
Wo das Flugzeug zuvor gestartet war, sei bisher unbekannt. Allerdings war es offenbar nicht am Gundelsheimer Flugplatz abgeflogen, sondern kam von auswärts. Einzelheiten müssen noch ermittelt werden. Bei Kleinstflugzeugen wie diesem melden sich die Piloten vor der Landung telefonisch kurz an, die vollständige Registrierung folgt dann erst am Boden. So sei das auch in diesem Fall gewesen, sagte die Polizeisprecherin.
Flugplatz für Ultraleichtflieger
Der Gundelsheimer Flugplatz ist ein Start- und Landeareal für Ultraleichtflieger und wird auch von einer Flugschule genutzt. Ein Teil des Geländes dient auch als Modellflugplatz. Er liegt beim Hofgut Hohschön zwischen zwei Kreisstraßen oberhalb von Gundelsheim.

