Porsche hat in den USA sein neues Visionsmodell vorgestellt: den Mission S, einen Supersportwagen, dessen Design zukunftsweisend sein soll. „Das Visionsmodell zeigt eine grundsätzliche strategische Ausrichtung, die wir zeitnah in unser zukünftiges Produktportfolio übersetzen werden", erklärt Tobias Sühlmann, seit Februar Design-Chef beim Stuttgarter Sportwagenhersteller.
Grundlage des Mission S bildet eine Supersportwagenplattform mit Mittelmotor – also zentral positioniert im Fahrzeug. Damit reagiert Porsche auf die bereits vergangene Woche angekündigte neue Modellreihe oberhalb des ikonischen 911.
Porsche verbindet Klassiker wie 911, GT1 und 959
Von außen verbindet das Design des Showcars Mission S ikonische Porsche-Formensprache: runde Scheinwerfer und der charakteristische Torpedo-Kotflügel erinnern an den 911. Die flache Front ist vom GT1 inspiriert, während die dynamische Dachlinie unter dem Heckflügel den legendären 959 zitiert. Ein besonderes Detail: Auf dem Dach sitzt ein Lüfterrad zur Motorkühlung – eine Anspielung auf den Porsche 917. Die vier Auspuffrohre lassen auf einen Benzinmotor schließen. Offiziell sagt Porsche nichts zum Antrieb.
Im Innenraum setzt Porsche auf Purismus: Statt eines großen Displays wie bei vielen modernen Modellen findet sich hier ein analoger Drehzahlmesser mit analoger Nadel und ein dahinterliegendes kleines Display. Bei Bedarf – etwa zur Navigation – lässt sich ein Smartphone magnetisch befestigen. Dies funktioniert besonders zuverlässig mit iPhones, da diese bereits über eine entsprechende Magnethalterung im Gerät verfügen.
Oberhalb des 911 plant Porsche damit erstmals ein dauerhaft verfügbares Supersportwagenangebot. Dies passt zur neuen Unternehmensausrichtung: Während Porsche künftig rund 20 Prozent weniger Modellvarianten anbieten wird, zielt das Unternehmen darauf ab, mit teureren Fahrzeugen höhere Umsätze zu generieren.
Wann das Visionsmodell zur Serienreife kommt und welchen Preis es haben wird, ist noch offen. Auch zur geplanten Produktion macht Porsche derzeit keine Angaben. Allerdings spricht vieles dafür, dass das Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen gute Chancen hat, die Produktion zu übernehmen.

