Baden-WürttembergSlide 3

Nach Hacker-Angriff auf CDU-Konto ermitteln Cyber-Experten

Nach dem Hacker-Angriff auf das Heilbronner CDU-Postfach übernehmen die Experten des Landeskriminalamts den Fall. Die Spur führt zu einer häufigen Betrugsmasche – doch viele Fragen sind noch offen.

  • Eine Person tippt mit den Fingern auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur. (gestellte Szene) (zu dpa: «Nach Hacker-Angriff auf CDU-Konto ermitteln Cyber-Experten»)Philip Dulian/dpa

    Eine Person tippt mit den Fingern auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur. (gestellte Szene) (zu dpa: «Nach Hacker-Angriff auf CDU-Konto ermitteln Cyber-Experten»)Philip Dulian/dpa

Nach dem Hacker-Angriff auf das E-Mail-Konto der Heilbronner CDU haben das Cybercrime-Zentrum und das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Unbekannte waren in das Konto eingebrochen und hatten von dort Tausende Phishing-Nachrichten an Ministerien, andere politische Kontakte und auch Bundeskanzler Friedrich Merz verschickt, wie die Heilbronner Polizei mitgeteilt hatte. 

Die Nachricht – die auch an die Redaktion der dpa gesendet wurde – enthielt einen Einladungslink zu einer Veranstaltung mit prominenten Gästen. „Die bisherigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass der unbefugte Zugriff auf das E-Mail-Konto durch eine sogenannte Phishing-Mail erfolgte“, teilte das LKA mit. Im Anschluss seien über das betroffene Konto E-Mails mit weiteren Phishing-Links versandt worden.

Keine Hinweise auf politischen Hintergrund

Phishing ist eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Dabei versuchen Cyberkriminelle, durch Antworten auf gefälschte Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter oder Bankinformationen zu gelangen. 

Anhaltspunkte für einen politischen Hintergrund gibt es laut LKA bislang nicht. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls, den möglichen Verantwortlichen sowie zum Umfang des unbefugten Zugriffs dauern an“, hieß es weiter.

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