Nach der verheerenden Explosion eines Wohnhauses in Albstadt mit drei Toten gehen die Ermittler davon aus, dass ein Gasleck das Unglück am 8. Februar auslöste. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Hechingen kam es wohl bereits 1960 bei Bauarbeiten zu einem Schaden an der Gasleitung.
Bei der Explosion wurden der Keller, das Hochparterre und die Garage des Gebäudes nahezu vollständig zerstört. Das gesamte Gebäude stürzte ein. Die drei Bewohner des Hauses konnten nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden.
Gas trat jahrelang unbemerkt aus
Wie die Anklagebehörde weiter mitteilte, soll es beim Ausheben eines Grabens einer im Jahr 1960 errichteten Garage zu einer Beschädigung der Schutzschicht und vermutlich auch zu einer Beschädigung der Gasleitung gekommen sein. Durch Korrosion entstand ein Leck, und Gas trat aus.
Durch die Frostperiode vor der Explosion am 8. Januar konnte das austretende Gas demnach nicht mehr im Bereich der Garageneinfahrt entweichen und drang stattdessen über Garage und Keller ins Hausinnere.
Der genaue Hergang einer Beschädigung beim Bau der Garage könne nicht mehr festgestellt werden, teilten die Ermittler mit. Die Ermittlungen ergaben demnach keine Anhaltspunkte dafür, dass das Leck zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt und nicht behoben worden wäre. Ebenso lägen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Wartung und Überprüfung der Gasleitung unzureichend gewesen wären.

