Die israelische Armee hat erneut ein Hamas-Mitglied im Gazastreifen gezielt getötet. Es habe sich dabei um einen Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation gehandelt, teilte Israels Militär am Nachmittag mit. Der Getötete habe Angriffe gegen israelische Soldaten vorbereitet.
Israelische Medien meldeten, es sei seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung Anfang August der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen im Gazastreifen gewesen.
Aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß es, ein Palästinenser sei in der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Augenzeugen bestätigten, dass es sich bei ihm um einen Kommandeur der Hamas gehandelt habe.
Bereits am Mittwoch gab es wieder einen gezielten Angriff
Ein zuletzt veröffentlichter Gaza-Fahrplan sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee gezielte Angriffe auf Palästinenser in dem Küstenstreifen unterlässt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte zwar, er lehne den Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats ab. Laut Medienberichten stellte Israel dennoch Angriffe dieser Art auf US-Druck hin ein. Seit Anfang August muss demnach der israelische Generalstabschef Ejal Zamir Angriffen im Gazastreifen vorab zustimmen, außer es besteht eine unmittelbare Gefahr für die Soldaten.
Seitdem gab es keine gezielten israelischen Angriffe mehr, bis das israelische Militär dann am Mittwoch erstmals wieder einen meldete. Ziel war demnach ebenfalls ein Kommandeur der islamistischen Hamas.

