FIFA-Präsident Gianni Infantino kann sich eine erneute Erweiterung des WM-Teilnehmerfeldes auf 64 Nationen vorstellen. Das seien alles Themen, über die man „auf jeden Fall“ nach der WM nachdenken solle, sagte Infantino dem Schweizer Portal „blue Sport“ auf die Frage einer möglichen Erweiterung der Fußball-WM auf 64 Teams. Das Portal hatte das Interview mit dem Chef des Weltfußball-Verbandes bereits in der vergangenen Woche zum Beginn der K.-o.-Runden der WM in den USA, Mexiko und Kanada geführt.
Die ganze Welt müsse von der WM träumen dürfen und „nicht nur Europa und Südamerika“, sagte der Schweizer weiter. Mit Blick auf das laufende Turnier in Amerika mit 48 Teams zog der FIFA-Boss ein positives Zwischenfazit. Die Erweiterung sei „ein riesiger Erfolg“, sagte der 56-Jährige. „Man sieht, die Qualität von den Teams ist allgemein extrem hoch und wird höher, höher und höher, überall auf der Welt.“ Für kleine Nationen sei ein größeres Teilnehmerfeld eine Möglichkeit und ein Ansporn, an einer WM teilzunehmen.
Erste WM mit 48 Teilnehmern
Das Teilnehmerfeld war für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada von 32 auf 48 Mannschaften erhöht worden. Durch die höhere Teilnehmerzahl war das erste Mal ein Sechzehntelfinale gespielt worden. Insgesamt wird durch die Erhöhung die Rekordzahl von 104 Spielen in fünf Wochen Turnierzeit gespielt.
Durch eine Erweiterung auf 64 teilnehmende Nationen würde die Teilnehmerzahl des WM-Turniers innerhalb kurzer Zeit verdoppelt werden. Zwischen 1998 und 2022 nahmen 32 Teams bei der WM teil.

