Rund 127.000 Menschen in Baden-Württemberg haben 2025 mehr Geld verdient als ihre im selben Haushalt lebenden Eltern. Das entspricht etwa einem Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart mitteilte. Mit „Kindern“ sind dabei auch erwachsene Söhne und Töchter gemeint: 21 Prozent waren zwischen 18 und 25 Jahre alt, 39 Prozent zwischen 25 und 35 Jahren.
Die ungewöhnliche Familienkonstellation hängt vor allem mit dem Erwerbsalter der Beteiligten zusammen. 93 Prozent der Kinder waren erwerbstätig, während nur rund 46 Prozent der mit ihnen zusammenlebenden Eltern arbeiteten. Weitere 52 Prozent der Eltern gehörten nicht zum Erwerbsleben, etwa wegen Alters oder Krankheit. Im Durchschnitt waren die Eltern rund 69 Jahre alt.
44.000 wohnen mit nur einem Elternteil zusammen
Rund 52.000 der betreffenden Menschen lebten in einem Drei-Personen-Haushalt. Etwa 44.000 wohnten ohne Geschwister mit nur einem Elternteil zusammen. Die Zahlen stammen aus dem Mikrozensus 2025, der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung befragt und unter anderem Daten zu Haushalten, Erwerbstätigkeit und Einkommen erhebt. (2070/17.08.2026)

