Ludwigsburg (LL). Der Anfang August 2024 im nördlichen Landkreis Ludwigsburg eingeführte VVS-Rider ist erfolgreich: Die Fahrtanfragen steigen nach Angaben des Landratsamtes kontinuierlich. Nun hat der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags beschlossen, dass der Landkreis einen Antrag zur Aufnahme des Pilotprojekts in das Landesförderprogramm stellen soll, um eine Grundlage für die Entscheidung zur Fortführung des Projekts über das Ende der Pilotphase Ende 2026 hinaus zu schaffen. „Trotz der kurzen Pilotphase wird das Angebot von Jung und Alt sehr gut angenommen. Daher sehen wir On-Demand-Verkehre als wichtige Chance, den ÖPNV attraktiver und flexibler zu gestalten“, sagte Landrat Dietmar Allgaier.
Verwaltung soll Ersatz schwach ausgelasteter Linienverkehre prüfen
Außerdem hat der Ausschuss die Kreisverwaltung beauftragt, bei künftigen Vergaben zu prüfen, ob Linienverkehre bei schwacher Auslastung durch On-Demand-Verkehre ersetzt werden können. Auf diese Weise könnten größere Gebiete angebunden und Busumläufe eingespart werden. Schließlich soll die Verwaltung in Abstimmung mit den anderen Verbundlandkreisen durch eine Ergänzung der Vergabeunterlagen den Verkehrsunternehmen ermöglichen, Leistungen in schwachen Verkehrszeiten optional als On-Demand-Verkehre anzubieten.
Bis Ende Mai wurden mit dem VVS-Rider im Tagverkehr rund 10 440 Fahrgäste in Besigheim, Kirchheim, Gemmrigheim und Walheim befördert. In Bietigheim-Bissingen und Tamm waren es im Nachtverkehr 3110 Fahrgäste.
Keine Verpflichtung durch Fördermittel
Das Verkehrsministerium hat inzwischen sein Förderprogramm für On-Demand-Verkehre aktualisiert. Förderfähig sind demnach unter anderem räumliche Erweiterungen bereits bestehender Angebote. Der Landkreis hat daraufhin das Interesse der 18 Städte und Gemeinden des Linienbündels 08 an einer räumlichen Erweiterung des On-Demand-Angebots abgefragt mit dem Ergebnis, dass sechs weitere Kommunen ihr Interesse angemeldet haben.
Mit der Bewerbung für das Förderprogramm geht der Kreis keine Verpflichtung ein. Die Kommunen und der Kreis müssten gegebenenfalls ihre Beschlüsse bis Ende 2025 fassen, damit der VVS-Rider als eigenständiges Los in die Ausschreibung des Linienbündels 08 aufgenommen werden kann.

