Mehrere Käseprodukte der Dorfkäserei Geifertshofen AG werden bundesweit zurückgerufen. Hintergrund ist der Nachweis von Listeria monocytogenes in einer Charge. Betroffen sind verschiedene Bio- und Demeter-Käsesorten mit Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 30. Oktober 2026.
Die Dorfkäserei Geifertshofen AG aus Bühlerzell in Baden-Württemberg hat einen umfangreichen Produktrückruf gestartet. Anlass ist der Nachweis des Krankheitserregers Listeria monocytogenes in einer Charge des Weinbauernkäses.
Da nach Angaben des Herstellers nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch weitere Produkte betroffen sind, die im selben Reifekeller gelagert wurden, werden vorsorglich sämtliche Chargen mehrerer Käsesorten zurückgerufen.
Diese Käsesorten sind betroffen
Der Rückruf umfasst folgende Produkte:
- Weinbauernkäse (Bioland)
- Weinbauernkäse mittelalt (Bioland)
- Wengert (Demeter)
- Alter Wengert (Demeter)
- Geifertshofener Classico (Bioland)
- Schwäbischer Trollingerkäse (Bioland)
Betroffen sind alle Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 30. Oktober 2026. Die Produkte tragen das Identitätskennzeichen DE BW 445 EG.
Der Rückruf gilt sowohl für verpackte Selbstbedienungsstücke in sämtlichen Größen als auch für lose Ware, die an Käsetheken verkauft wurde.
Käse in zahlreichen Bundesländern verkauft
Die zurückgerufenen Produkte wurden über verschiedene Vertriebswege angeboten. Dazu zählen unter anderem der Lebensmitteleinzelhandel, Naturkost- und Feinkostgeschäfte, Metzgereien, Hofläden und Gastronomiebetriebe. Auch über die eigene Verkaufsstelle der Käserei sowie online wurden die Produkte vertrieben.
Nach aktuellem Stand sind Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen betroffen.
Welche Gefahr geht von Listerien aus?
Eine Infektion mit Listeria monocytogenes kann unter anderem Fieber, Durchfall, Übelkeit und Muskelschmerzen verursachen. Beschwerden treten häufig innerhalb von rund zwei Wochen nach der Infektion auf.
Besonders gefährdet sind Schwangere, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen kann eine Listeriose deutlich schwerer verlaufen und unter anderem zu einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung führen.
Für Schwangere besteht ein besonderes Risiko: Eine Infektion kann auch ohne deutliche Beschwerden der Mutter das ungeborene Kind gefährden.
Verbraucher sollen Produkte nicht essen
Die betroffenen Käsesorten sollten nicht verzehrt werden. Kunden können bereits gekaufte Produkte nach Angaben des Herstellers in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgeben.
Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet.
Wer eines der betroffenen Produkte gegessen hat und anschließend schwere oder länger anhaltende Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangeren wird nach dem Verzehr eines betroffenen Produkts empfohlen, sich auch ohne Beschwerden ärztlich beraten zu lassen.

