Baden-Württemberg

„Gut sehen kann ich schlecht, schlecht hören kann ich gut“

In Stuttgart gibt es eine der wenigen Anlaufstellen für Sehbehinderte, die auch noch hörgeschädigt sind. Eine Betroffene erzählt, dass auf die Doppelbehinderung wenig Rücksicht genommen wird.

  • „Wenn ein Gehörloser über die Straße gehen will, dann sieht er, ob ein Auto kommt. Ein Blinder wird es hören“, sagt die seh- und hörbehinderte Stuttgarterin Ute N. „Wenn allerdings ein Taubblinder die Straße queren will, bemerkt er es erst, wenn es zu spät ist.“Lichtgut/Julian Rettig

    „Wenn ein Gehörloser über die Straße gehen will, dann sieht er, ob ein Auto kommt. Ein Blinder wird es hören“, sagt die seh- und hörbehinderte Stuttgarterin Ute N. „Wenn allerdings ein Taubblinder die Straße queren will, bemerkt er es erst, wenn es zu spät ist.“Lichtgut/Julian Rettig

Wer erleben will, wie Ute N. die Welt wahrnimmt, erhält Ohrstöpsel und obendrein schalldämpfende Kopfhörer. Dazu gibt es eine Brille, deren Sichtfenster abgeklebt sind. Licht dringt nur durch ein stecknadelkopfgroßes Loch hindurch. Mit einem Mal wird das Gehen zu einem Akt, der höchste…

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