Politik

Feuer auf Handelsschiff im Schwarzen Meer nach Explosion

Nach einer Explosion bricht auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer aus. Ob eine Drohne die Ursache war, ist noch offen - nun soll eine Untersuchung Klarheit bringen.

  • Schiffe am Horizont warten auf Einlass in den Hafen Constanta. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird der Transport des weltweit benötigten ukrainischen Weizens über ukrainische Schwarzmeer-Häfen behindert. (Symbolbild).Kathrin Lauer/dpa

    Schiffe am Horizont warten auf Einlass in den Hafen Constanta. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird der Transport des weltweit benötigten ukrainischen Weizens über ukrainische Schwarzmeer-Häfen behindert. (Symbolbild).Kathrin Lauer/dpa

Nahe der Grenze zur Ukraine ist nach einer Explosion auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer ausgebrochen. Ob ein Treffer durch eine Drohne die Ursache gewesen sei, sei noch unklar, sagte Verteidigungsminister Radu Miruta dem rumänischen Sender „Digi24“. Die rumänische Luftabwehr habe auf ihrem Radar keine Drohne registriert, die sich auf dieses Schiff zubewegt habe. Das Schiff fahre nun zum rumänischen Schwarzmeer-Hafen Constanta, wo eine Untersuchung zur Feststellung der Brandursache geplant sei.

Wie mehrere rumänische Medien berichteten, habe die Crew des unbeladenen Schiffs „Yara J“ unter der Flagge der Komoren-Insel etwa 10 Seemeilen südöstlich der Hafenstadt Sulina an der Donaumündung einen Notruf abgesetzt. Wie Minister Miruta bestätigte, gelang es der Crew, vor Eintreffen der rumänischen Seeretter das Feuer selbst zu löschen. Von den 17 Seeleuten - Syrer, Inder und Iraner - sei niemand verletzt worden.

Erst vor neun Tagen war nahe dem rumänischen Schwarzmeer-Ort Sfantu Gheorghe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens ein mit Getreide beladenes türkisches Handelsschiff von einer Drohne getroffen worden und gesunken. Zwei Crew-Mitglieder kamen dabei ums Leben.

Zuletzt häuften sich im Schwarzen Meer die Drohnen-Angriffe auf Handelsschiffe. Betroffen waren in den letzten Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien. Im rumänischen Luftraum werden seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine immer wieder Drohnen im Zuge von russischen Angriffen auf ukrainische Donauhäfen gesichtet.

Datenschutz-Einstellungen