Illingen (p/mib). Gegen 8.30 Uhr soll ein anonymer Anrufer von einer möglichen Bedrohungssituation gesprochen haben. Die Schulleitung alarmierte umgehend die Polizei und sorgte dafür, dass rund 400 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Klassenräume verließen. An einer Sammelstelle wurden sie mit Essen und Getränken versorgt. Alles sei ruhig und geordnet abgelaufen, sagte Bürgermeister Armin Pioch, der mit Mitarbeitenden des Ordnungsamtes ebenfalls vor Ort war.
Auch ein Suchhund ist beteiligt
Die anschließende Durchsuchung des Schulgeländes durch die Polizei, an der auch ein Suchhund beteiligt war, ergab keine Hinweise, die auf eine tatsächlich vorliegende Bedrohungssituation hindeuteten. Der Polizeieinsatz wurde daher gegen 10 Uhr beendet und die Schülerinnen und Schüler konnten im Anschluss den Unterricht fortsetzen.
Schülerinnen und Schüler bewahren Ruhe
Mehrere beunruhigte Eltern, die zur Schule gekommen waren, wurden von einem Sprecher der Polizei und von Schulleiter Efthymios Vlahos über die Lage informiert. Insbesondere betonte Vlahos, dass die Lage nicht mit dem Amokalarm vor fast genau zwei Jahren zu vergleichen sei. Damals mussten die Kinder und Jugendlichen zeitweise in ihren Klassenräumen eingeschlossen werden. Das sei dieses Mal nicht der Fall gewesen und alle Kinder seien in Ruhe und ohne Panik zur Sammelstelle gegangen. In den Klassen werde freilich über das Geschehen gesprochen, sagte er. Falls später nötig, könne auch psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Anonymer Anruf am Freitag von derselben Nummer
Erst am vergangenen Freitag sei von derselben Rufnummer aus anonym an der Schule angerufen worden, sagte Vlahos. Damals sei aber keine Drohung ausgesprochen worden. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen des Anfangsverdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat gegen einen bislang Unbekannten ein.
Erst vor wenigen Tagen mussten in Mühlacker zwei Schulen wegen anonymer Drohungen zeitweise geräumt werden. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim auf Nachfrage sagte.

