Eigentlich sollten Politiker nicht nach ihrem Aussehen, sondern vor allem nach ihrem Handeln, beurteilt werden. Weil Donald Trump aber einen – freundlich formuliert – eigenwilligen Stil prägt und die Konventionen, die bislang galten, komplett über Bord geworfen hat, werden auch an ihn selbst andere Maßstäbe angelegt. Das Erscheinungsbild des 47. Präsidenten der USA ist immer ein Thema.
Neuerdings geht es mal wieder um Trumps Frisur. In der Vergangenheit kursierten immer wieder Videos, in denen Windstöße das sorgfältig gelegte Haupthaar mehr als ungünstig zerzausten. Was die Videos stets offenbarten, und Trump gar nicht gefallen haben dürfte: Es ist dünn da oben. Allerdings in Anbetracht des fortgeschrittenen Alters von 80 Jahren auch nicht wirklich verwunderlich.
Trägt Donald Trump eine Perücke?
Vermutungen und Gerüchte, Trump trage ein Toupet, kursierten überdies schon länger. 2011 hatte Trump das, was er auf dem Kopf trägt, gegenüber der Zeitschrift Rolling Stone als „Kunstwerk“ bezeichnet. Auch einer Reporterin erlaubte er im selben Jahr, ihm an den Kopf zu fassen, um zu beweisen, dass er keine Perücke trägt. Sie war sich hinterher aber nicht sicher, ob wirklich alles echt ist. Nun gut.
Der neuste Tratsch rund um den präsidialen Schopf rühren von einem Auftritt aus der vergangenen Woche in Las Vegas. Beobachter registrierten eine zuvor nicht dagewesene Tolle auf Trumps Kopf. Der zarte Flaum, der zuvor nur als Frisur gelten konnte, wenn er in die richtige Richtung gekämmt wurde, war scheinbar we von Zauberhand eine richtige Mähne geworden. Im Netz bauschte sich das ganze – KI sei dank – zu jeder Menge „Big Hair Memes“ auf.
Dieser Nutzer nahm Bezug auf den „König der Löwen“ (englisch: Lion King) und macht daraus den „lyin' king“ (Lügen-König).
Groß, größer, USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind auch die Übertreibungen im Netz riesig.
Trump zu veräppeln sei „sehr viel einfacher“ geworden, findet dieser X-Nutzer:
Diese Nutzerin teilte ein Video von Trump, das einige Tage vor dem „Makeover“ entstanden sein soll.
Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt, die es mit der Wahrheit auch nicht immer so genau nimmt, hatte im Übrigen eine ganz eigene Erklärung für Trumps neue Haarpracht. Im Grunde habe sich daran gar nichts geändert. Das Erscheinungsbild ihres Chefs sei nur eine Frage des richtigen Lichts.

