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Dönerpasta für die Nationalelf

Nationalmannschaftskoch Anton Schmaus, Gastronom Michael Wilhelmer und Alexander Wehrle zu Gast bei „Fußball und Kulinarik“.

stuttgart - Natürlich wollte auch Anton Schmaus Profi-Fußballer werden. „Wer wollte das nicht als Bub?“, fragt Schmaus. Immerhin ist er dem Profisport ganz nah: Seit 2017 ist er Koch der Deutschen Nationalmannschaft und versorgt die Spieler bei Turnieren mit seinen Gerichten. Und er sieht ganz klar Parallelen zwischen Spitzensport und Spitzengastronomie: „Ohne ein sehr gutes Team wirst du keine guten Leistungen bringen” – für Anton Schmaus gilt dieser Satz genauso in der Küche wie im Fußball.

Auch Michael Wilhelmer, 56 Jahre alt, Stuttgarter Multigastronom sieht es ähnlich: „Beides verlangt Perfektion und eine Hingabe.“ Er arbeitet schon länger mit dem VfB Stuttgart, zeichnet für die VIP-Logen verantwortlich und sorgt auch im exklusivsten Bereich der MHP-Arena, dem Tunnelclub, für die Kulinarik.

Was ist anspruchsvoller: einen Fußballclub oder eine Gastronomie zu leiten? Diese Frage kann Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart sicherlich beantworten. Zwar ist der Boss der VfB AG operativ nicht in der Gastronomie tätig. Aber seit zweieinhalb Jahren kennt er die Brache auch aus der Innensicht, ist seitdem gemeinsam mit dem Moderator und Pro-Stuttgart-Vorstand Jens Zimmermann Teilhaber der Weinstube Fröhlich. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Wehrle über das Lokal, das er gerne die „Perle der Altstadt“ nennt. Nur ab und an findet man ihn zwar hinter dem Tresen, dass Gastronomie ein wichtiger Teil der Identität einer Stadt ist, weiß er aber längst. Nicht umsonst ist der VfB Stuttgart seit Wehrles Rückkehr aus Köln nach Stuttgart auch auf den auch kulinarisch wichtigen Festen in der Innenstadt präsent – auf dem Weindorf und auf dem Weihnachtsmarkt.

Alexander Wehrle, Michael Wilhelmer und Anton Schmaus unterhalten sich am Montag, 12. Oktober im „Look 21“ (19 Uhr) bei der Veranstaltung unserer Zeitung „Fußball und Kulinarik“ über Genuss und Sport.

Auch wenn Anton Schmaus als Regensburger FC Bayern-Sympathisant ist, hat auch er eine Verbindung ins Schwäbische. Seine Ausbildung absolvierte er bei Franz Feckl in Ehningen, in dessen Landhaus heute tatsächlich Fahnen beider Vereine hängen. Der Chefkoch der deutschen Nationalmannschaft, der auch immer wieder im TV im Format „Kitchen Impossible“ zu sehen ist, sieht zwischen Spitzenküche und Spitzensport verblüffend viele Parallelen: Beides brauche exzellente Führung, beides lebe davon, junge Talente Schritt für Schritt aufs Niveau zu bringen – „selbst der Azubi muss besser werden, genau wie die Nummer 26 Vollgas geben muss”. In der eigenen Küche hat er diesen Anspruch gerade selbst umgesetzt und nach dem Weggang seines langjährigen Souschefs eine Doppelspitze aus zwei jungen Köchinnen installiert. „Aber was das Thema Führung und Ambitionen, Arbeit im Detail angeht, da gibt es viele Parallelen in den Küchen wie auf dem Platz. Alle müssen mitziehen.“ Sein Restaurant Storstad hält einen Michelin-Stern, wie auch das Aska, das als eines der besten Sushi-Lokale im Land gilt.

Schmaus nennt den Job bei der Nationalmannschaft „ein großes Privileg”. Eines seiner beliebtesten Gerichte ist seine eigens kreierte „Dönerpasta”. Auch mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp ist er fortan unterwegs – und wird von seinem ersten Einsatz am 12. Oktober bei unserer Veranstaltung berichten können.

Michael Wilhelmer hat an dem Abend der Veranstaltung indes arbeitsintensive Wochen auf dem Wasen hinter sich. Doch wenn man den Kalender des Multigastronomen anschaut, ist immer viel los: Heute zählt sein Unternehmen 14 eigenständige Betriebe.

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