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Betrüger im Kreis Ludwisgburg unterwegs

Polizei warnt vor unterschiedlichen Betrugsmaschen.

Ludwigsburg (p). Auch in der Sommer- und Urlaubszeit machen Betrüger nicht Halt und versuchen auf unterschiedliche Art und Weise, arglose Opfer um ihr Vermögen zu bringen, berichtet das Polizeipräsidium Ludwigsburg. Bereits seit Jahren seien Betrugsmaschen mit falschen Polizeibeamten oder angeblichen Staatsanwälten bekannt. Auch sogenannte Schockanrufe wegen angeblicher schwerer Verkehrsunfälle oder medizinischer Notfälle von Angehörigen seien nicht neu, führten aber dennoch immer wieder dazu, dass die Angerufenen den Betrug nicht erkennen und teilweise hohe Summen an die Betrüger verlieren.

Viel geld durch Anlagebetrug verloren

Aktuell möchte das Polizeipräsidium drei weitere Betrugsarten vorstellen, die teilweise zu hohen Sachschäden geführt haben: Eine fünfstellige Summe verlor beispielsweise ein 86-Jähriger aus dem Landkreis Ludwigsburg bei einem Anlagebetrug. Der Senior war auf eine Anzeige im Internet gestoßen, über die ein angebliches Unternehmen aus der Schweiz hohe Gewinne durch Investitionen in Edelmetalle und Rohstoffe versprach. Der 86-Jährige eröffnete ein Konto, zahlte Geld ein und schloss auf Drängen des vermeintlichen Anlageberaters noch eine Versicherung über die Gewinne seines Investments ab. Als er immer weitere Zahlungen leisten sollte, wurde der Senior zwar misstrauisch, hatte aber bereits sein investiertes Kapital verloren.

Bankmitarbeiterin informiert Polizei

Ebenfalls aus dem Landkreis Ludwigsburg stammt eine 68-Jährige, die einem sogenannten Love-Scamming aufsaß, also einem Betrug mit vorgetäuschter Liebe. Die 68-Jährige hatte im Internet vermeintlich einen Mann kennengelernt und sich in ihn verliebt. Tatsächlich handelte es sich aber um Betrüger. Über einen längeren Zeitraum hinweg brachten die Täter die Frau dazu, hohe Geldbeträge zu zahlen, indem sie Notlagen, Unfälle oder finanzielle Engpässe vortäuschten. Eine Bankmitarbeiterin hatte schließlich aufgrund der vielen Überweisungen auf ausländische Konten Verdacht geschöpft und die Polizei hinzugezogen, sodass der Betrug auffiel und das Opfer vor weiteren Schäden bewahrt werden konnte.

Auf Nutzer von Kryptowährungen haben es Betrüger mit einer ganz besonderen Masche abgesehen. So werden per Post gefälschte, aber täuschend echt aussehende Briefe eines französischen Technologieunternehmens versandt, das sogenannte Hardwarewallets für digitale Währungen anbietet. In dem Schreiben werden die Kunden aufgefordert, ihre Hardwarewallets speziell abzusichern. Hierzu soll ein QR-Code gescannt werden, der auf eine Website führt. Dort wiederum sollen die Kunden zur Aktualisierung der Sicherheitsvorkehrungen ihre sogenannte Seedphrase eingeben – eine Art Passwort, über das die Betrüger Zugriff auf die jeweiligen Hardwarewallets erhalten und die darin befindlichen Kryptowerte beliebig weitertransferieren können. Bislang ist zu dieser Betrugsmasche lediglich ein Fall aus dem Landkreis Böblingen bekannt.

  • Weitere Informationen und Präventionstipps zum Thema Love-Scamming, zu Kredit- und Anlagebetrug oder sonstigen Betrugsmaschen sind im Internet auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter www.polizei-beratung.de erhältlich.

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