Polizeinotizen
(p). Ein Lokführer hat am Mittwochnachmittag auf der Bahnstrecke zwischen Korntal und Neuwirtshaus wegen einer Person auf den Gleisen abrupt abbremsen müssen. Ersten Erkenntnissen zufolge befand sich gegen 15 Uhr eine bislang unbekannte Person im Gleisbereich, wie die Bundespolizei mitteilt. Der Triebfahrzeugführer eines herannahenden Zuges erkannte die Person und leitete bei einer Geschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern eine Schnellbremsung ein. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand. Nach dem Stillstand des Zuges befand sich die unbekannte Person weiterhin im Gleisbereich. Zwischen ihr und dem Triebfahrzeugführer kam es zunächst zu einem kurzen Gespräch. Anschließend entfernte sich die Person aus dem Gleisbereich und flüchtete in Richtung Neuwirtshaus. Eine eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Kurze Zeit später soll sich erneut eine unbekannte Person in den Gleisbereich begeben haben, diesmal auf der Strecke zwischen Korntal und Ditzingen. Ob es sich um dieselbe Person handelte, ist laut Polizei unklar. Zu einer weiteren Schnellbremsung kam es nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Stuttgart unter der Telefonnummer 07 11 /5 50 49 10 20 oder per E-Mail an bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de zu melden.
(p). Die Landesstraße 1106 zwischen Hohenhaslach und Freudental ist am Donnerstag bis etwa 20 Uhr nach einem Unfall gesperrt gewesen. Ein 27 Jahre alter VW-Fahrer wollte gegen 16.35 Uhr von einem Wirtschaftsweg aus nach links auf die L 1106 in Richtung Hohenhaslach abbiegen, während ein 51-jähriger Motorradfahrer auf der Landesstraße in Richtung Freudental unterwegs war. Der 27-Jährige ließ einen Transporter passieren, übersah aber mutmaßlich den dahinterfahrenden 51-Jährigen und fuhr auf die L 1106. Dabei kollidierte der Motorradfahrer mit dem VW, wurde über das Fahrzeugdach geschleudert und prallte schließlich auf die Fahrbahn, berichtet die Polizei. Der 51-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 27-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 10 000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs hat die zuständige Staatsanwaltschaft ein Gutachten angeordnet.
(p). Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) des Polizeipräsidiums Einsatz sind in der Nacht zum Freitag nach Murr ausgerückt. Ein 42 Jahre alter Mann hatte am Donnerstag gegen 22.40 Uhr dem neuen Partner seiner Ex-Frau, mit der er gemeinsam mit den beiden minderjährigen Töchtern noch in einem Haus wohnt, gedroht, wie die Polizei mitteilt. Hierbei hatte er eine vermutlich scharfe Schusswaffe in der Hand. Die 35-Jährige sowie ihre Töchter und der neue Partner, der sich ebenfalls vor Ort befand, flüchteten aus dem Haus und alarmierten die Polizei. Da der Tatverdächtige wohl legal im Besitz scharfer Schusswaffen sein darf, rückten zahlreiche Polizeikräfte an, um das Wohngebäude bis zum Eintreffen des SEK zu umstellen. Dieses nahm den 42-Jährigen gegen 2 Uhr widerstandslos fest, nachdem er zuvor nicht auf die Kontaktversuche einer Verhandlungsgruppe reagiert hatte.
Bei der anschließenden Durchsuchung wurden mehr als ein Dutzend Schusswaffen sowie mehrere Hundert Kilogramm Munition beschlagnahmt. Waffenrechtliche Verstöße werden nun im Zuge der weiteren Ermittlungen geprüft. Der 42-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Bedrohung ermittelt.
(p). Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro hat eine Seniorin aus Ditzingen am Donnerstagnachmittag einem noch unbekannten Täter übergeben, um vermeintliche Krebsmedikamente zu finanzieren. Zuvor war das Opfer telefonisch kontaktiert worden, berichtet das Polizeipräsidium Ludwigsburg. Eine unbekannte Frau gab sich als Mitarbeiterin einer Stuttgarter Klinik aus und teilte der Seniorin mit, dass die Tochter dringend Unterstützung bei der Finanzierung ihrer Darmkrebstherapie benötige. 18 000 Euro habe diese bereits für das Medikament aus der Schweiz bezahlt. Nun würde jedoch mehr Geld benötigt. Da die Seniorin über kein Bargeld verfügte, übergab sie einem unbekannten Mann Schmuckstücke in einer Tasche. Der Betrug fiel der echten Tochter wenig später auf, die hierauf die Polizei verständigte.
Weitere Informationen zum Thema Schockanrufe sowie Verhaltenshinweise unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/schockanrufe.

