Wirtschaft

Bayer-Aktie springt um 7 % nach oben - Das ist passiert

Die Bayer-Aktie legt am Dienstag deutlich zu und notiert aktuell bei 39,50 Euro, was einem Plus von 7 Prozent entspricht. Jüngste Ereignisse sorgen für Optimismus an den Märkten.

  • Die Bayer-Aktie steigt um 7 Prozent. Starke Quartalszahlen und ein erfolgreiches Agrargeschäft sorgen für Optimismus.Foto: JenniePavl / Shutterstock.com

    Die Bayer-Aktie steigt um 7 Prozent. Starke Quartalszahlen und ein erfolgreiches Agrargeschäft sorgen für Optimismus.Foto: JenniePavl / Shutterstock.com

Bayer konnte mit einem starken Jahresauftakt überraschen. Besonders das Agrargeschäft und die Entwicklung neuer Medikamente trugen zu den positiven Ergebnissen bei. Trotz Herausforderungen wie Patentabläufen und Rechtsstreitigkeiten zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und hebt seine Prognose für das laufende Jahr leicht an.

Starke Ergebnisse im Agrargeschäft

Das Agrargeschäft war der Haupttreiber für die positive Entwicklung. Bayer profitierte von guten Geschäften mit Soja- und Maissaatgut sowie von einer Einigung im Lizenzstreit mit dem US-Konkurrenten Corteva, die fast eine halbe Milliarde Euro zum Umsatz beitrug. Auch die Preise für den Unkrautvernichter Dicamba erholten sich, was das operative Ergebnis der Agrarsparte um fast 18 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro steigen ließ.

Überraschend starke Quartalszahlen

Im ersten Quartal stieg das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 9 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro und übertraf damit die Markterwartungen deutlich. Analysten hatten lediglich mit 3,78 Milliarden Euro gerechnet. Der Gewinn unter dem Strich verdoppelte sich auf 2,76 Milliarden Euro. Zwar ging der Umsatz leicht auf 13,4 Milliarden Euro zurück, bereinigt um Währungseffekte legten die Erlöse jedoch um 4 Prozent zu.

Herausforderungen im Pharmageschäft

Im Pharmageschäft belasteten Patentabläufe bei wichtigen Medikamenten wie Xarelto und Eylea weiterhin die Ergebnisse. Dennoch entwickelten sich neue Wachstumstreiber wie das Krebsmedikament Nubeqa und das Nierenmittel Kerendia stark. Das operative Ergebnis der Pharmasparte ging zwar um 7,5 Prozent zurück, fiel jedoch besser aus als erwartet.

Rechtsstreitigkeiten und Ausblick

Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bleiben ein Belastungsfaktor. Im ersten Quartal flossen rund 2 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten ab, was den Free Cashflow auf minus 2,3 Milliarden Euro drückte. Dennoch zeigt sich Bayer optimistisch und hob die Prognose für das laufende Jahr leicht an. Der Konzern erwartet nun einen Umsatz von 44,5 bis 46,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes operatives Ergebnis von 9,4 bis 9,9 Milliarden Euro.

Datenschutz-Einstellungen