Pforzheim (p). Ein 23-jähriger Mann ist am Mittwochabend Opfer von „Sextortion“ – also sexuelle Erpressung – geworden. Das teilt das Polizeipräsidium Pforzheim am Donnerstag mit.
Nach bisherigem Kenntnisstand wurde der Mann zunächst von einer ihm unbekannten Person, die sich als Frau ausgab, über ein soziales Netzwerk kontaktiert. Im Anschluss wechselte die Konversation auf einen Messengerdienst, wo der 23-Jährige mehrere Nacktbilder von sich selbst übermittelte. Kurz darauf wurde er von der unbekannten Täterschaft aufgefordert, Geld zu übersenden, da sie sonst die Nacktbilder im Internet veröffentlicht würden. Der Geschädigte kaufte daraufhin Paysafe-Karten im Wert von 550 Euro und gab die Codes an die Erpresser weiter. Als weitere Zahlungen gefordert wurden, verständigte er die Polizei.
Das rät die Polizei
Immer wieder gibt es Fälle, in denen Menschen von Unbekannten mit Nacktbildern, Videos oder intimen Chats erpresst werden. Doch wie kann man sich vor „sexueller Erpressung“ schützen? Das Polizeipräsidium Pforzheim rät Folgendes: Grundsätzlich sollten keine Nacktaufnahmen verschickt werden. Ein weiterer Tipp, ist, dass von fremden Personen keine Freundschaftsanfragen via soziale Medien angenommen werden sollten. Der eigene Account sollte regelmäßig vor allem auf die Privatsphäreeinstellung geprüft werden. Generell sollte man zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten im Internet und den sozialen Medien sein.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de unter dem Reiter „Themen und Tipps“, Gefahren im Internet.

