Ein im Libanon stationierter französischer Blauhelmsoldat ist bei der Vorbereitung einer Übung getötet worden. Der 21-jährige Florian Gillet sei „versehentlich von einem Schuss getroffen worden“, erklärte der französische Generalstabschef Fabien Mandon am Mittwoch im Onlinedienst X. Der Soldat gehörte demnach einem Fallschirmjäger-Regiment an und war „zur Unterstützung der libanesischen Streitkräfte“ im Libanon eingesetzt. Frankreichs Verteidigungsministerin Catherine Vautrin äußerte sich erschüttert über den Tod des Soldaten.
Im Libanon bekämpfen sich seit Monaten die israelische Armee und die libanesische Hisbollah-Miliz. Dabei werden immer wieder auch Soldaten der UNO-Friedensmission Unifil getötet, zuletzt Anfang Juni ein Serbe. Im April waren bei einem Angriff auf eine Gruppe französischer UNO-Soldaten zwei Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Damals hatte Paris die libanesische Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich gemacht.
Die Unifil ist seit Jahrzehnten im Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch zahlreiche Bundeswehrsoldaten beteiligt, die die libanesische Seegrenze überwachen und libanesische Marinesoldaten ausbilden.

