Sachsenheim/Gerlingen (p). Mit einer perfiden Masche haben Telefonbetrüger am Dienstag in mehreren Orten im Landkreis Ludwigsburg versucht, Leute um ihr Geld zu bringen.
Geld für die Behandlung einer vermeintlichen Krebserkrankung
Wie das Polizeirevier Ludwigsburg mitteilt, erhielten Bürgerinnen und Bürger aus Gerlingen, Sachsenheim und Marbach sowie unter anderem aus Leonberg und Rutesheim zwischen 12 und 16 Uhr Anrufe. Die Anrufenden gaben sich entweder als Ärztinnen und Ärzte verschiedener Krankenhäuser aus und gaben vor, dass bei nahen Verwandten Krebs diagnostiziert worden sei. Zur Behandlung seien nun kostspielige Medikament aus der Schweiz notwendig. Oder aber die Angerufenen täuschten vor, dass es zu einem schwerwiegenden Unfall gekommen sei, der nun dazu führen würde, dass eine verwandte Person in Haft kommen würde. Dies könne nur durch die Zahlung einer Kaution abgewendet werden.
Nahezu alle Angerufenen erkannten die Betrugsabsichten und legten selbst auf beziehungsweise konfrontierten die Anrufenden mit ihrem Verdacht, worauf diese das Gespräch beendeten.
Seniorin aus Rutesheim übergibt Geld in vierstelligem Wert an eine Abholerin
Eine betagte Frau aus Rutesheim jedoch ging laut Polizei davon aus, dass sie ihrer Schwiegertochter helfen würde und diese so die notwendige Krebsbehandlung erhalten würde. Sie übergab einer Abholerin Geld und Münzen in vierstelligem Wert.
In Leonberg wird ein Bankmitarbeiter stutzig und alarmiert die Polizei
Ein weiterer Fall wurde vermutlich durch das Eingreifen eines echten Bankmitarbeiters aus Leonberg vereitelt, der stutzig wurde, als eine Seniorin Schmuck aus ihrem Schließfach holen wollte, da ihre Tochter in einen Unfall verwickelt worden sei. Der Mann alarmierte die Polizei, die sofort verschiedene Maßnahmen in Gang setzte. Zu einer Übergabe des Schmucks kam es in der Folge nicht. Die Ermittlungen dauern an.

