Freiberg (p). Zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr durch und für zwei bislang unbekannte Täter ist es am Sonntagabend am Bahnhof Freiberg gekommen.
Laut einer Zeugin stiegen die beiden Unbekannten gegen 18 Uhr auf den hinteren Zugteil einer abfahrbereiten S-Bahn der Linie S 4 und surften mutmaßlich bis zum nächsten Halt in Benningen mit. Die Zeugin verständigte umgehend die Polizei, die jedoch beim Eintreffen der Beamten in Benningen keine Tatverdächtigen antraf. Um auszuschließen, dass die Unbekannten unterwegs verunglückt sind, wurde die Bahnstrecke zwischen Freiberg und Benningen durch Kräfte der Landes- und Bundespolizei abgesucht, jedoch ohne Erfolg. Durch die erforderliche Streckensperrung kam es zu Zugverspätungen.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach weiteren Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können. Sie werden gebeten, sich unter Telefon 07 11 / 5 50 49 10 20 oder per E-Mail an bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de zu melden.
Weiterhin weist die Polizei darauf hin, dass das Mitfahren auf Zügen lebensgefährlich ist. Wegen der hohen Geschwindigkeiten kann es vorkommen, dass S-Bahnsurfer den Halt verlieren und gegen Oberleitungsmasten, Schilder oder Bäume prallen. Vielen Personen ist nicht bewusst, dass die Bahn-Oberleitung eine Spannung von 15 000 Volt führt. Das ist etwa 65-mal mehr als in der Steckdose zu Hause.

