Ludwigsburg (p). Das Polizeipräsidium Ludwigsburg appelliert an Verantwortungsbewusstsein und Vernunft aller Fans: Jeder müsse mithelfen und durch das eigene Verhalten dazu beitragen, dass die Europameisterschaft für alle zu einem ungetrübten Erlebnis werde. „Großveranstaltungen wie diese stellen hohe Anforderungen an unsere Kolleginnen und Kollegen. Es gilt, die Freude aller Feiernden und die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Einklang zu bringen und dafür zu sorgen, dass niemand beim Feiern über die Stränge schlägt. Bedeutende Ordnungsstörungen oder gar Straftaten werden wir daher in aller Konsequenz verfolgen“, so der Polizei-Vizepräsident des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Thomas Lüdecke.
Das gelte nicht nur, aber eben auch im Straßenverkehr. Die Freude über ein gewonnenes Fußballspiel befreie nicht von der Einhaltung der Verkehrsregeln. Insbesondere wenn Fahrzeuge und Fußgänger sich begegnen, ist laut Polizei gegenseitige Vorsicht und Rücksicht geboten. Und wie immer gelte: Wer Alkohol trinke oder Cannabis konsumiere, solle sein Auto stehen lassen und zu Fuß gehen – oder auf den öffentlichen Nahverkehr ausweichen.
„Es gilt, die Freude aller Feiernden und die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Einklang zu bringen.“
Polizei-Vizepräsident Thomas Lüdecke
In der Stadt Ludwigsburg übt die Unterführung der Bundesstraße 27 bei der sogenannten Sternkreuzung seit jeher eine gewisse Anziehungskraft auf feiernde Fußballfans aus. Polizei und Stadtverwaltung raten jedoch ausdrücklich von Versuchen ab, diese Örtlichkeit für Jubelfeiern zu wählen. „Sie bringen sich selbst und andere in Gefahr, wenn Sie sich in der Unterführung aufhalten. Die Straße dort ist zur Durchfahrt von Fahrzeugen bestimmt und nicht zum Aufenthalt von Menschen. Sie riskieren Ihre Gesundheit insbesondere dann, wenn Böller oder Pyrotechnik in der Unterführung gezündet werden“, fasst Polizei-Vizepräsident Lüdecke zusammen.
„Wir alle freuen uns auf eine fröhliche und friedliche EM“, erklärt der Ludwigsburger Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Ich selbst werde mitfiebern und drücke natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen.“ Aber auch dem belgischen Team drücke er die Daumen, dieses hat ja in Ludwigsburg sein Quartier bezogen. „Darauf sind wir sehr stolz.“
Bei aller Feierlaune dürfe man jedoch das Thema Sicherheit nicht vergessen. Knecht: „Um diese zu gewährleisten, werden Polizei und Stadtverwaltung wie gewohnt eng und gut zusammenarbeiten.“
Das Polizeipräsidium Ludwigsburg weist darauf hin, dass während der Europameisterschaft polizeiliche Drohnen eingesetzt werden können, um beispielsweise Einsatzräume oder den Verlauf von Veranstaltungen aus der Luft zu beobachten. Bilder der Drohnen können live in das Führungs- und Lagezentrum übertragen werden, um Einsätze zu bewerten sowie Einsatzkräfte und Fahrzeuge zu koordinieren. Eine Speicherung der Aufnahmen finde nicht regelmäßig statt, könne jedoch im konkreten Einzelfall erfolgen, wenn es zum Beispiel zur Verfolgung von Straftaten erforderlich sei.
Demgegenüber bestehen für zivile Drohnen strenge Regelungen. Verboten ist beispielsweise das Überfliegen von Wohngrundstücken, Menschenansammlungen, Industrieanlagen oder polizeilichen Einsatzorten. Auch in der Nähe von Krankenhäusern, Flugplätzen oder Fernstraßen ist der Einsatz privater Drohnen nicht gestattet. Verstöße werden konsequent verfolgt und geahndet.

