Vaihingen/Kleinglattbach (p). Die Beamten hätten daraufhin umgehend die Ermittlungen aufgenommen, teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass ein Mann bereits am Mittwoch vergangener Woche ein zehnjähriges Mädchen während eines Schulausflugs in einem Zug und zwei Tage später nochmals in Kleinglattbach angesprochen haben soll. Ein weiterer Vorfall ereignete sich nun am Mittwochmorgen: Im Bereich des Bahnhofs in Vaihingen habe vermutlich wieder dieselbe Person ein elfjähriges Mädchen angesprochen.
Polizei führt eine Gefährderansprache mit dem Tatverdächtigen durch
Die Ermittlungen ergaben noch am Mittwochmittag einen ersten konkreten Verdacht. Der Verdächtige wurde bei einer umfangreichen Fahndung entdeckt und zum Polizeirevier Vaihingen gebracht. Die Beamten führten mit ihm unter anderem eine Gefährderansprache durch. Ungeachtet dessen werde das Polizeirevier weiterhin geeignete Maßnahmen treffen und die Ermittlungen fortführen, so die Polizei.
Verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Ansprechen von Kindern würden regelmäßig zu besorgten Reaktionen und zur Verunsicherung bei Kindern, Eltern und Lehrern führen, so die Polizei. Dennoch bitte man um Besonnenheit, insbesondere was Social-Media-Posts betreffe: „Wir bitten Sie, sich an offiziell bestätigte Informationen zu halten.“
Polizei gibt Tipps
Außerdem rät die Polizei, dass Eltern mit ihren Kindern darüber sprechen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie von Unbekannten angesprochen werden. Verdächtige Personen sollten sofort der nächsten Lehrkraft gemeldet werden. Nach Möglichkeit sollten die Kinder verdächtige Personen oder Fahrzeuge beschreiben und das Kennzeichen notieren. Keinesfalls sollten die Kinder zu Fremden ins Auto einsteigen. Sie sollten wissen, dass ihre Eltern niemals fremde Personen schicken würden, die sie von der Schule abholen. Kinder sollten lernen, deutlich „Nein“ zu sagen. Bei Gefahr gelte: Laut sein, um Öffentlichkeit herzustellen, und vor dem Fremden weglaufen. Kinder sollten Fremden niemals die eigene Adresse sagen, Adressaufkleber sollten nicht sichtbar am Schulranzen getragen werden. Fremde Personen sollten Kinder mit „Sie“ anreden, so werde eine persönliche Distanz signalisiert.
Darüber hinaus bittet die Polizei, verdächtige Wahrnehmungen umgehend über den Notruf 110 zu melden.


