Remseck/Aidlingen (p). Immer wieder versuchen Betrüger, ihre Opfer mit dem sogenannten „Quishing“ um ihr Geld zu bringen – durchaus mit Erfolg, wie sich jetzt wieder in Remseck gezeigt hat.
Hinter dem Wort „Quishing“ verbirgt sich eine Betrugsmasche, bei der die Täter versuchen, ihre Opfer über das Abscannen von QR-Codes auf gefälschte Online-Seiten zu leiten. Dort sollen dann persönliche Informationen wie zum Beispiel Konto- oder Kartendaten, Passwörter und PIN- oder TAN-Codes eingegeben werden, mit denen die Betrüger anschließend die Konten der Geschädigten plündern. Bereits im Februar meldete die Polizei aus Tamm und Gemmrigheim ähnliche Fälle. Etwa 20 000 Euro haben Betrüger jetzt zwischen Dienstag und Donnerstag in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen erbeutet.
Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilt, bot eine 19-Jährige aus Remseck ein Produkt bei einer Plattform im Internet zum Verkauf an und wurde von einem angeblichen Käufer kontaktiert. Dieser übersandte einen QR-Code, den die 19-Jährige einscannen und ihre Daten eingeben sollte, um so das Geld für den Verkauf zu erhalten. Die junge Frau tätigte gutgläubig die Eingaben. Anstatt jedoch Geld zu erhalten, stellte sie später fest, dass knapp 1000 Euro von ihrem Konto abgebucht worden waren.
Vermeintlicher Brief von der Bank
Um knapp 20 000 Euro wurde ein 63-Jähriger aus Aidlingen erleichtert. Er erhielt einen Brief, in dem ihm vermeintlich seine Bank mitteilte, er müsse die Mobilgeräte für seinen Online-Zugang neu einrichten. Da der Brief echt wirkte und der Inhalt plausibel klang, scannte der 63-Jährige den QR-Code auf dem Schreiben und führte die nun angezeigten Schritte aus, um sein Handy neu für das Online-Banking zu registrieren. Tatsächlich registrierte er jedoch unwissentlich ein Handy der Betrüger für sein Konto. Diese transferierten in der Folge zunächst Geld von einem Tagesgeldkonto auf das Girokonto des Geschädigten und buchten zweimal jeweils knapp 10 000 Euro ab.
Informationen und Präventionstipps zur Betrugsmasche „Quishing“ gibt es unter www.polizei-beratung.de

