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Ludwigsburger Polizei stoppt betrunkenen Lkw-Fahrer auf A 8 und prüft viele weitere Lkws

Bei der Aktionswoche Trucker-Safety-Week überprüfen Polizisten fast 300 Fahrzeuge. Und sie haben viel zu bemängeln - beispielsweise Handy am Steuer und zu hohe Geschwindigkeiten. 

  • Bei der Trucker-Safety-Week kontrollieren Polizisten zahlreiche Lkws.  Archivfoto: Küppers

    Bei der Trucker-Safety-Week kontrollieren Polizisten zahlreiche Lkws. Archivfoto: Küppers

Ludwigsburg (p). Das hätte auch anders ausgehen können: Ein aufmerksamer Zeuge hat am vergangenen Montag der Polizei einen auffällig fahrenden Lkw-Fahrer auf der A 8 gemeldet. Laut Polizeibericht war dem Zeugen das Fahrzeug zuvor zwischen der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen und dem Autobahnkreuz Stuttgart aufgrund rücksichtsloser und unsicherer Fahrweise aufgefallen. Eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg kontrollierte daraufhin den 51-jährigen Lkw-Fahrer. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 2,3 Promille, weshalb er sich einer Blutentnahme in einem Krankenhaus unterziehen musste.

Lkw-Fahrer saß schon einmal betrunken am Steuer

Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass gegen die Person eine unbeglichene Geldstrafe wegen einer früheren Trunkenheitsfahrt vorlag. Da die ausstehende Summe noch vor Ort entrichtet werden konnte, wurde der Vollzug eines entsprechenden Haftbefehls abgewendet. Allerdings behielten die Einsatzkräfte den Führerschein des 51-Jährigen ein und untersagten ihm die Weiterfahrt. Der Mann musste vor Ort ausharren, bis er durch einen Ersatzfahrer seiner Spedition abgeholt wurde, der dann auch den Lkw übernahm. Der 51-Jährige muss sich nun in einem neuen Strafverfahren wegen Trunkenheit am Steuer verantworten.

Europaweite Aktionswoche

Dieser Vorfall dürfte den Höhepunkt der europaweiten Aktionswoche Trucker-Safety-Week bilden, in deren Rahmen die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg vom 9. bis 15. Februar zahlreiche Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs durchführte. Mehr als 300 Fahrzeuge wurden an stationären sowie mobilen Kontrollstellen im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg überprüft – wobei die Einsatzkräfte auch eine fast identische Anzahl an Verstößen feststellten.

Fahrzeuge haben technische Mängel

Neben Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie einer mangelhaften Ladungssicherung, beanstandeten die Einsatzkräfte unter anderem auch technische Mängel an den Fahrzeugen sowie Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Lkw-Fahrer greifen während der Fahrt zum Handy

Besonderes Augenmerk galt dem Thema Ablenkung am Steuer. 20 Fahrer wurden angezeigt, weil sie während der Fahrt ihr Handy benutzten. In insgesamt 22 Fällen musste die Weiterfahrt aufgrund schwerwiegender Mängel, einer fehlenden Fahrerlaubnis oder des Einflusses berauschender Mittel unmittelbar untersagt werden.

Dieses Fazit zieht die Polizei

Angesichts der zahlreichen festgestellten Verstößen zieht die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg eine gemischte Bilanz: „Während die Kontrollen die Verkehrssicherheit unmittelbar stärken, unterstreicht das Ergebnis die Notwendigkeit fortlaufender Überprüfungen“, teilt die Polizei mit. Dies werde auch durch die Anzahl der Unfälle unter Beteiligung von Lkw unterstrichen, die vergangenes Jahr auf 1933 anstieg, was den Höchstwert im Fünf-Jahres-Vergleich darstellt. Das Polizeipräsidium möchte daher auch zukünftig neben gezielten Schwerpunktkontrollen im täglichen Dienst den Schwerlastverkehr im Fokus behalten, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

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