Auf die Frage „Wann Bubatz legal“ gibt es endlich eine Antwort: Am 1. April könnte in Deutschland die Legalisierung von Cannabis unter bestimmten Bedingungen in Kraft treten.
Unter Jugendlichen und jungen Menschen war das Wort schon länger geläufig. Als FDP-Politiker Christian Lindner es im Jahr 2022 in einem Tweet verwendete, stutzten viele ältere Leser - weil sie mit der Vokabel nichts anfangen konnten. Seit dem Vorhaben der Ampel, Cannabis zu legalisieren, taucht der Begriff „Bubatz“ immer häufiger auf. Woher stammt die Bezeichnung?
Zwischen Haftbefehl und Italienisch – was bedeutet Bubatz?
Es gibt eine Vielzahl von Begriffen für Cannabis und Marihuana-Produkte, „Bubatz“ scheint sich in letzter Zeit – vor allem im Internet – etabliert zu haben. Das Wort kann dabei als Synonym für Cannabis allgemein oder für Joints im Speziellen stehen. Eine eindeutige Erklärung gibt es dafür nicht. Auf der Social-Media-Plattform Reddit vermutet ein Nutzer „Bubatz ist einfach abgeleitet von Babak oder Bobaz, was wahrscheinlich aus Rap Texten kommt“.
Damit liegt er zumindest nicht falsch; Rapper wie Capital Bra, Haftbefehl oder Nimo sparen in ihren Liedern nicht mit dem Begriff. In Nimos Lied: „Weil ein Adler nicht mit Tauben fliegt“, singt er beispielsweise: „Trink ein Becher, rauch ein Bubatz“.
Auch das Leibniz-Institut für deutsche Sprache (IDS) ist an dem Thema dran, aber „wissen bisher nichts Genaues“. Das Wort gehe möglicherweise auf „Baba Kush“ zurück: „Babak ist persisch und bedeutet kleiner Vater“, schreibt das IDS. Auch in anderen Sprachen kommt der Begriff in ähnlicher Weise vor: Auf italienisch heißt „Bobaz“ so viel wie „Dummkopf“.
Baden-Württemberg will Legalisierung verschieben
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Cannabis-Legalisierung ist auch umstritten - nicht nur, weil viele die Freigabe generell ablehnen. Gegner befürchten unter anderem eine Normalisierung der Droge, sinkende Hemmschwellen und eine Gefährdung von Jugendlichen.
Justiz und Polizei etwa fürchten vor allem ineffiziente und nicht realisierbaren Vorschriften für Kontrollen und Strafverfahren. Landespolitiker aus mehreren Bundesländern kündigten deswegen bereits Ende Februar an, das Inkrafttreten der Cannabis-Legalisierung zum 1. April verhindern und nach hinten verschieben zu wollen.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann etwa fordert jüngst eine Verschiebung der geplanten Legalisierung in Deutschland. Nachdem der Bundestag die Freigabe beschlossen hatte, hagelte es vor allem von CDU und CSU heftige Kritik. Der Grünen-Politiker sprach sich am Dienstag in Stuttgart zwar klar für eine Legalisierung aus, übte aber zugleich Kritik: „Weil dieses Gesetz in vielen Fragen in dieser Zeit schwer oder gar nicht umsetzbar ist“, sagte Kretschmann.

