Arzneimittel mit Paracetamol wirken schmerzstillend und fiebersenkend. Sie werden bei leichten bis mäßigen Schmerzen und/oder Fieber angewandt. Wie bei allen Medikamenten sollte man auch bei Paracetamol darauf achten, die empfohlenen Dosierungen nicht zu überschreiten. Nachfolgend haben wir die Dosierempfehlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Sie zusammengefasst.
Tageshöchstmenge für Paracetamol
Wie viel Paracetamol pro Tag man einnehmen kann, hängt vom Alter und dem Gewicht ab. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt 10 bis 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht als Einzeldosis und etwa 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht als Tageshöchstdosis.Zwischen der Einnahme der Einzeldosen sollten stets 4 bis 6 Stunden vergehen. Grundsätzlich sollten 4000 mg Paracetamol als Tageshöchstdosis nicht überschritten werden, egal, wie schwer man ist. Die Tageshöchstdosis darf niemals auf einmal eingenommen werden.
Dosierungsempfehlung für Paracetamol: Tabelle
Die nachfolgende Tabelle hilft dabei, die richtige Dosierung von Paracetamol einzuschätzen. Allerdings dient sie nicht als Ersatz für den Beipackzettel eines Medikaments. Aus diesem Grund sollten Sie sich im Zweifel immer die Angaben im Beipackzettel halten.Körpergewicht und Alter Einzeldosis Tageshöchstdosis Ab 43 kg: Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
500 bis 1000 mg*
4000 mg 33 bis 43 kg: Kinder zwischen 11 und 12 Jahren
500 mg* 2000 mg 26 bis 32 kg: Kinder zwischen 8 und 11 Jahren
500 mg* 1500 mg 17 bis 25 kg: Kinder zwischen 4 und 8 Jahren
250 mg* 1000 mg *Zwischen der Einnahme der Einzeldosen sollten stets 4 bis 6 Stunden liegen.
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Weitere Hinweise zur Einnahme von Paracetamol
Bei kleineren Kindern sollten Sie unbedingt die Packungsbeilage zur empfohlenen Dosierung beachten.Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion oder Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage, muss der Arzt konsultiert werden. Allgemein sollen paracetamolhaltige Arzneimittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden. Bei längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Paracetamol sollte in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden:
Hepatozelluläre Insuffizienz Während der Schwangerschaft und Stillzeit Chronischer Alkoholmissbrauch Schwere Niereninsuffizienz Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit) Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die die Leberfunktion beeinträchtigen Glucose-6-phosphate dehydrogenase Mangel (Favismus) Hämolytischer Anämie Glutathion Mangel Dehydratation Chronische Mangelernährung Körpergewicht unter 50 kg Ältere Patienten Weitere wichtige Warnhinweise erhalten Sie von Ihrem Arzt und Apotheker oder finden Sie im Beipackzettel. Auch das BfArM stellt in dieser Vorlage für Packungsbeilagen von paracetamolhaltigen Medikamenten wichtige Informationen zur Einnahme bereit.
Überschreitung der Dosierempfehlung kann gefährlich sein
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist darauf hin, dass die einmalige Einnahme der Tageshöchstdosis zu schweren Leberschäden führen kann. Es ist daher von höchster Wichtigkeit, sich stets an die Dosiermengen zu halten. Bei Überschreitung der empfohlenen Einnahmemenge sollte laut BfArM unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.

