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Wie stark Frauen von Migräne betroffen sind

Migräne trifft Frauen viel häufiger als Männer – vor allem zwischen 18 und 65. Wie weit die anfallsartigen Kopfschmerzen verbreitet sind, zeigen AOK-Daten.

  • Wenn der Kopf schmerzt: viele Frauen leiden an Migräne.Foto: dpa//Christin Klose

    Wenn der Kopf schmerzt: viele Frauen leiden an Migräne.Foto: dpa//Christin Klose

Eine hämmernde Migräne ist weit mehr als normale Kopfschmerzen. Sie schränken die Betroffenen massiv ein. Und das sind vor allem Frauen. Eine von 25 erwachsenen Frauen zwischen 18 und 65 in Baden-Württemberg leidet daran. In diesem Text geht es um die Fakten zu Migräne im Südwesten, basierend auf Daten der AOK Baden-Württemberg. Diese werten wir für unser Projekt „Gesundheitsatlas BW“ aus.

Mehr als doppelt so häufig wie bei Männern wird Migräne bei Frauen diagnostiziert. Das zeigt die Tabelle mit der Verteilung der Diagnosen nach Altersgruppen und Geschlechtern:

Verglichen mit 2012 ist der Anteil der Menschen mit Migräne in Baden-Württemberg deutlich angestiegen – von 3,8 auf 4,7 Prozent. Der Anstieg fiel bei allen Altersgruppen ungefähr gleich stark aus.

Migräne in Baden-Württemberg

Wie verteilen sich Migräne-Diagnosen in Baden-Württemberg und in der Region Stuttgart? Das zeigen die folgenden Karten. Zunächst visualisieren wir die Verteilung über alle Altersgruppen hinweg. Dunkelblau eingefärbte Stadt- und Landkreise liegen über dem Landesschnitt, hellblau eingefärbte darunter.

Über dem Schnitt liegen vor allem Kreise im Norden des Bundeslands, dazu Freiburg und der Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Kreis Waldshut liegt deutlich darunter. Klicken Sie auf einen Landkreis für den exakten Wert:

Am häufigsten sind Frauen zwischen 45 und 65 Jahren von Migräne betroffen. In dieser Altersgruppe ist der Nordosten des Bundeslands auffällig, hier wird in dieser Altersgruppe bei jede Achten Migräne diagnostiziert. Ausreißer nach unten gibt es quasi keine.

Die folgende Karte zeigt nach Geschlechtern getrennt, wie sich der Anteil der Diagnosen bei älteren Erwachsenen in den Stadt- und Landkreisen verteilt. Ein Klick auf den Kreis zeigt Ihnen auch hier den exakten Wert an:

Migräne in der Region Stuttgart

In der Karte der Region Stuttgart gibt es einzelne Inseln, wo besonders viele Menschen an Migräne leiden, zum Beispiel rund um Waiblingen und Backnang. Wie auch in der Karte des ganzen Bundeslands gibt es keine wirklichen Ausreißer nach unten.

Auf der Karte liegt der Anteil in den dunkler eingefärbten Gemeinden über dem Landesschnitt. Sulzbach an der Murr (Rems-Murr-Kreis) hat mit 10,1 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil in der Region, am niedrigsten ist er im nahen Kaisersbach (ebenfalls Rems-Murr-Kreis) mit 3,1 Prozent.

Klicken Sie in der Karte auf die Gemeinde, die Sie interessiert, um den Anteil der Bewohner mit Diagnose Migräne zu sehen:

Die Daten in diesem Beitrag stammen von der AOK Baden-Württemberg. Sie ist mit rund 4,6 Millionen Versicherten die größte Krankenkasse in Baden-Württemberg. Für zwölf ausgewählte Krankheiten stellt uns die AOK aggregierte Diagnosedaten ihrer Versicherten zur Verfügung.

Bis hinunter auf Postleitzahlebene kann man damit sehen, wie verbreitet die Krankheiten sind – aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, von Kindern bis zu Hochbetagten. Die Verteilung der Diagnosen unter ihren Versicherten entspricht in etwa der Verteilung unter allen Einwohnerinnen und Einwohnern.

Zu unserem Projekt „Gesundheitsatlas“ gelangen Sie über diesen Link.

Zum Datenprojekt „Gesundheitsatlas“

Daten
Wie alle Krankenkassen erhält die AOK zu Abrechnungszwecken von Ärzten und Krankenhäusern Daten zu Diagnosen und der Therapie ihrer Versicherten. Diese Daten aggregiert sie nach Wohnort, Geschlecht und Alter der Patienten. Damit kann die AOK errechnen, wie hoch unter ihren Versicherten der Anteil einzelner Krankheiten in bestimmten Altersgruppen oder Postleitzahlbereichen ist.

Repräsentativ
Die Zusammensetzung der AOK-Versicherten entspricht bei Geschlecht und Altersgruppe in etwa der Gesamtbevölkerung in Baden-Württemberg. Bei Unter-45-Jährigen liegt der Anteil höchstens fünf Prozent über dem der Gesamtbevölkerung, bei Älteren höchsten 15 Prozent darunter. Lässt man Einkommensunterschiede außen vor, sind die Daten zur Verteilung einzelner Krankheiten unter AOK-Versicherten also annähernd repräsentativ für Baden-Württemberg. 

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