Die Modedroge Snus ist unter anderem bei Rauchern verbreitet, die sich das Zigarettenrauchen abgewöhnen wollen und eine Nikotin-Alternative suchen. Auch bei Spitzensportlern kommt der Konsum immer häufiger vor. Doch was ist Snus genau und welche Folgen können durch den Konsum entstehen? Diese Fragen klären wir im Artikel.
Was ist Snus?
Snus kommt ursprünglich aus Schweden und ist feuchter rauchfreier Tabak zum oralen Gebrauch. Man kann zwischen losem Snus oder Snus in Beutelchen unterscheiden. Die Tabakbeutelchen werden unter die Oberlippe geklemmt und geben so nach und nach den Tabak frei.
Snus in losem Zustand. Quelle: bildfokus.se / shutterstock.com
Snus in Beutelchen. Quelle: Tudor Catalin Gheorghe / shutterstock.com
Ist Snus legal?
Ein Pendant zu Snus sind sogenannte Chewing Bags. Der Unterschied: Bei Chewing Bags werden die Tabakblätter geschnitten, während bei Snus die Tabakmischung gemahlen wird. Chewing Bags sind in der EU zugelassen, während Snus – mit Ausnahme von Schweden – in der EU verboten ist.
Welche Inhaltsstoffe sind in Snus vorhanden?
Hauptsächlich besteht Snus aus Tabak, Wasser, Salz und Aromen. Die Tabakblätter werden getrocknet und mit unterschiedlichen Techniken zerkleinert. Je nach Geschmack werden weitere Zutaten hinzugefügt, wie beispielsweise Minze. Nachdem die Beutelchen gefüllt und in Dosen verpackt wurden, kommen die Produkte in einen Kühlraum. Hier beginnen sie zu reifen und erhalten ihre charakteristischen Aromen.
Was macht Snus mit dem Körper?
Beim Verzehr von Snus werden die Aromen und das Nikotin, das im Tabak enthalten ist, abgegeben. Die Tabakmenge variiert je nach Produkt. Das Nikotin wird beim Verzehr in den Blutkreislauf freigesetzt. Diese Substanz geht bis ins Gehirn und erzeugt eine Absonderung von einer Vielzahl von Substanzen. Diese Substanzen sind unter anderem Dopamin, eine Signalsubstanz, die Entspannung und Zufriedenheit auslösen kann. Zum Vergleich: Dopamin wird auch ausgeschieden, wenn wir verliebt sind oder auch wenn wir eine Umarmung bekommen.
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Wie gefährlich ist snusen?
Snus hat, genauso wie Zigaretten und andere nikotinhaltige Substanzen, aufgrund des Nikotingehalts Suchtpotential. Sollten Sie Snus beispielsweise über einen bestimmten Zeitraum einnehmen, so kann Ihr Körper mit Widerstand reagieren. Folgende Gefühlszustände können eintreten:
Wer Snus eher in Ausnahmefällen oder gar das erste Mal konsumiert, kann einen Nikotinschock erleben. Doch auch übermäßiger Nikotin-Konsum kann Übelkeit, Unwohlsein, und Schwindel auslösen. Auch Herzklopfen, Kopfschmerzen, Blässe und Erbrechen sind nicht selten.
Welche Folgen können durch Snus-Konsum entstehen?
Das schweizer Bundesamt für Gesundheit stuft Snus als gesundheitliches Risiko ein. Neben der Abhängigkeit, die entstehen kann, erhöht ein regelmäßiger Snus-Konsum das Risiko auf Speiseröhrenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch ein Zusammenhang mit Diabetes wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen (1).
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