Sie sind mit Ihren starken, einseitigen Kopfschmerz-Attacken bei der Hausärztin, die Ihnen eine Überweisung zu einem Spezialisten in die Hand drückt. Gut möglich, dass auf diesem Dokument eine Zahlen-Buchstaben-Kombination auftaucht. Die kann einem auch in Arztbriefen begegnen oder auf dem Ausdruck der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, der für Ihre Unterlagen gedacht ist. Wir verraten, was dahintersteckt:
Was sind ICD-Codes?
Welche Zusatzinformationen sind in den Codes noch enthalten?
Der Stiftung Gesundheitswissen zufolge bekommen ICD-Codes oft auch einen Zusatz:
Hat jede Krankheit einen eigenen Code?
Doch wo findet man heraus, welche Diagnose sich hinter einem Code verbirgt? Das Portal gesund.bund.de des Bundesgesundheitsministeriums bietet eine ICD-Code-Suche an. Auch viele Krankenkassen haben auf ihren Webseiten eine entsprechende Suche.
Doch nicht jede Krankheit hat einen eigenen ICD-Code. Bei sogenannten Seltenen Erkrankungen müssen sich Ärztinnen und Ärzte anders behelfen. Der ICD bildet sie nicht ab. Für diese Erkrankungen gibt es andere Code-Systeme. Das Problem: Sie sind der Stiftung Gesundheitswissen zufolge vielen Ärzten nicht bekannt.
Sind die ICD-Codes datengeschützt?
Ja. Diese Diagnosecodes sind privat und gehen – mal abgesehen von den beteiligten Medizinern – niemand anders etwas an. Wer etwa noch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Papier erhält, reicht beim Arbeitgeber im Krankheitsfall nur den Teil ein, auf dem die Codes nicht aufgeführt sind. Das ist in der Regel die zweite, etwas kürzere, Seite. Bei der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) werden die ICD-Codes dem Arbeitgeber ohnehin nicht mitgeteilt.
Wofür stehen die Kürzel ICD-10-GM und DSM-5?
Es gibt zwei große Handbücher (englisch auch Manual genannt): ICD und DSM, die für die Klassifikation und Beschreibung von Krankheiten weltweit maßgeblich sind:

