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Wann beginnt der Frühling?

Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern wieder höher in den Plus-Bereich. Ist das schon ein Zeichen des nahenden Frühlings? Wann kommt der eigentlich?

  • Viele sehnen ihn herbei: den Frühling. Hier ein Bild aus dem vergangenen Jahr vom Stuttgarter Schlossplatz.Foto: imago images/Ralph Peters

    Viele sehnen ihn herbei: den Frühling. Hier ein Bild aus dem vergangenen Jahr vom Stuttgarter Schlossplatz.Foto: imago images/Ralph Peters

Am vergangenen Wochenende dürften sich beim ein oder anderen schon Frühlingsgefühle breit gemacht haben. Kein Wunder, denn strahlend blauer Himmel und Temperaturen über zehn Grad lockten viele nach draußen. Ein Spaziergang oder andere Aktivitäten im Freien boten sich an. Wann aber ist Frühlingsanfang?

Meteorologischer Frühlingsbeginn

Für Meteorologen ist es in jedem Jahr derselbe Tag, unabhängig von der Wetterlage. Darauf kann man sich also verlassen. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist immer der 1. März. Auch im Jahr 2024.

Damit die Jahreszeiten alle gleich lang sind, rechnen Meteorologen immer mit drei Monaten. Der Frühling endet also am 31. Mai, am 1. Juni ist dann Sommeranfang.

Der kalendarische Frühlingsbeginn

Daneben gibt es auch noch einen „kalendarischen Frühlingsanfang“. Dieser fällt auf den Zeitpunkt im Jahr, wenn Tag und Nacht exakt gleich lang sind. Astronomen sprechen von der Tagnachtgleiche. Das ist der Fall, wenn die Sonne senkrecht über dem Äquator steht. Normalerweise fällt dieser Tag auf den 19., 20. oder 21. März.

Der kalendarische – oder auch astronomische – Frühlingsanfang ist in diesem Jahr am am 20. März (20.3.2024) um 04.06 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Übrigens: eine Tagundnachtgleiche gibt es zwei Mal im Jahr – auch im Herbst. Sie fällt zwischen den 21. und 23. September.

Tatsächlich sind Tag und Nacht nicht exakt gleich lang; der Tag ist oft ein klein bisschen länger. Das hängt mit der Brechung von Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre zusammen, nachdem die Sonne „unter den Horizont gekippt“ ist.

Was ist der phänologische Frühlingsbeginn?

Neben diesen am Kalender orientierten Daten gibt es eine weitere Art, den Frühlingsbeginn zu bestimmen, der deutlich flexibler ist. Experten sprechen vom sogenannten phänologischen Frühlingsbeginn. Dieser richtet sich danach, wie weit die Vegetation entwickelt ist, beziehungsweise sich Tiere und Pflanzen verhalten. Biologen unterteilen das Jahr so in zehn Jahreszeiten. Der Frühling wird unterteilt in Vor-, Erst-, und Vollfrühling. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) definiert die drei „Stufen“ folgendermaßen:

– Vorfrühling: Beginn mit Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen, Ende mit Blüte der Salweide.

– Erstfrühling: Beginn mit Blüte der Forsythie sowie von Beerensträuchern wie der Stachelbeere und Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume und Birne, von Schlehe und Ahorn; Laubentfaltung von Birke und Buche.

– Vollfrühling: Blüte von Apfel, Flieder und Rosskastanie; Laubentfaltung von Eiche und Hainbuche.

Bedingt durch den Klimawandel beobachten Experten dabei immer häufiger Verschiebungen. Deshalb gelten die, aus dem phänologischen Frühlingsbeginn abgeleiteten Bauernregeln, heute häufig nicht mehr. Und: am vergangenen Wochenende war im Südwesten – und auch sonst nirgends in Deutschland – auf keinen Fall „Frühling“.

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