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Soll man den Urlaub jetzt stornieren?

Weite Teile Italiens und Kroatiens stehen nach tagelangen heftigen Regenfällen unter Wasser. Können gebuchte Reisen kostenlos storniert werden? Wir klären wichtige Fragen zum Reiserecht.

  • Ein Passagierflugzeug landet auf dem Flughafen der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart (Archivbild).Foto: dpa/Bernd Weißbrod

    Ein Passagierflugzeug landet auf dem Flughafen der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart (Archivbild).Foto: dpa/Bernd Weißbrod

  • Ein Paar überquert eine überflutete Straße bei der Stadt Lugo. Nach den Unwettern und Überschwemmungen in Italien ist die Anzahl der Opfer weiter gestiegen.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

    Ein Paar überquert eine überflutete Straße bei der Stadt Lugo. Nach den Unwettern und Überschwemmungen in Italien ist die Anzahl der Opfer weiter gestiegen.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

  • Barbiano di Cotignola: Ein Mann fährt auf einem Fahrrad eine überflutete Straße entlang.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

    Barbiano di Cotignola: Ein Mann fährt auf einem Fahrrad eine überflutete Straße entlang.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

  • Zahlreiche Ortschaften, hier Lugo, in der Emilia Romagna sind überflutet.Foto: dpa/Emanuele Valeri

    Zahlreiche Ortschaften, hier Lugo, in der Emilia Romagna sind überflutet.Foto: dpa/Emanuele Valeri

  • Forli: Mit Amphibienfahrzeugen und Booten fährt die Feuerwehr durch den Stadtteil Romiti in der Provinz Forli-Cesena, um Bewohner zu evakuieren.Foto: Vigili del Fuoco/dpa

    Forli: Mit Amphibienfahrzeugen und Booten fährt die Feuerwehr durch den Stadtteil Romiti in der Provinz Forli-Cesena, um Bewohner zu evakuieren.Foto: Vigili del Fuoco/dpa

  • Castel Bolognese: Eine Straße ist nachdem heftige Regenfälle, die Überschwewmmungen verursacht hatten, aufgebrochen.Foto: Oliver Weiken/dpa

    Castel Bolognese: Eine Straße ist nachdem heftige Regenfälle, die Überschwewmmungen verursacht hatten, aufgebrochen.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Faenza: Zwei Arbeiter inspizieren eine Unterführung, bei der nach schweren Überschwemmungen der Einsturz befürchtet wird.Foto: Oliver Weiken/dpa

    Faenza: Zwei Arbeiter inspizieren eine Unterführung, bei der nach schweren Überschwemmungen der Einsturz befürchtet wird.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Castel Bolognese: Ein italienisches Feuerwehrauto liegt nach schweren Überschwemmungen in einem Graben.Foto: Oliver Weiken/dpa

    Castel Bolognese: Ein italienisches Feuerwehrauto liegt nach schweren Überschwemmungen in einem Graben.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Castel Bolognese: Eine ältere Frau sitzt auf einem Bett in einer Turnhalle, die als Unterkunft für Flutopfer dient.Foto: Oliver Weiken/dpa

    Castel Bolognese: Eine ältere Frau sitzt auf einem Bett in einer Turnhalle, die als Unterkunft für Flutopfer dient.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Faenza: Der Anwohner Guiseppe Beltrame steht in seinem Wohnzimmer, nachdem es von einer Flutwelle verwüstet worden ist.Foto: Oliver Weiken/dpa

    Faenza: Der Anwohner Guiseppe Beltrame steht in seinem Wohnzimmer, nachdem es von einer Flutwelle verwüstet worden ist.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Faenza: Überall das gleiche Bild . . .Foto: Oliver Weiken/dpa/Oliver Weiken

    Faenza: Überall das gleiche Bild . . .Foto: Oliver Weiken/dpa/Oliver Weiken

  • . . . . Anwohner versuchen nach Überschwemmungen eine Straße von Schlamm und Wasser zu befreien.Foto: Oliver Weiken/dpa

    . . . . Anwohner versuchen nach Überschwemmungen eine Straße von Schlamm und Wasser zu befreien.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Faenza: Die Anwohnerin Federica Pizzuto weint, als sie ihr neu renoviertes Haus zum ersten Mal sieht, nachdem es von einer meterhohen Flutwelle verwüstet worden ist.Foto: Oliver Weiken/dpa

    Faenza: Die Anwohnerin Federica Pizzuto weint, als sie ihr neu renoviertes Haus zum ersten Mal sieht, nachdem es von einer meterhohen Flutwelle verwüstet worden ist.Foto: Oliver Weiken/dpa

  • Faenza: Menschen gehen auf einer überfluteten Straße.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

    Faenza: Menschen gehen auf einer überfluteten Straße.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

  • aenza: Menschen werden aus einer überschwemmten Region mit Schlauchbooten evakuiert.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

    aenza: Menschen werden aus einer überschwemmten Region mit Schlauchbooten evakuiert.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

  • Forli: Ein Hubschrauber der Feuerwehr fliegt über das vom Hochwasser betroffene Gebiet.Foto: Vigili del Fuoco /dpa

    Forli: Ein Hubschrauber der Feuerwehr fliegt über das vom Hochwasser betroffene Gebiet.Foto: Vigili del Fuoco /dpa

  • Lugo: Ein Paar geht auf einer überfluteten Straße.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

    Lugo: Ein Paar geht auf einer überfluteten Straße.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

  • Castel Bolognese: Menschen ruhen nach Überschwemmungen in einem behelfsmäßigen Lager in einer Turnhalle.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

    Castel Bolognese: Menschen ruhen nach Überschwemmungen in einem behelfsmäßigen Lager in einer Turnhalle.Foto: Luca Bruno/AP/dpa

Die dramatischen Überschwemmungen in der Emilia Romagna haben in dem Gebiet an der Adriaküste – wie auch in anderen Regionen Italiens – schwere Schäden angerichtet. Dem Präsidenten der Region Emilia-Romagna zufolge, Stefano Bonaccini, gleicht das Ausmaß der Verwüstung dem eines Erdbebens.

Die Schäden durch das Unwetter beliefen sich auf einige Milliarden Euro, sagte er im italienischen Fernsehen. Von der Regierung forderte er schnelle Hilfe.

Kann man gebuchte Reisen nach Italien und Kroatien stornieren?

Wenn Naturkatastrophen (Unwetter, Überschwemmungen, Waldbrände, Erdbeben) den Urlaubsort treffen, dann handelt es sich laut Reiserecht um „außergewöhnliche Umstände“. In diesen Fällen kann ein Urlaub oftmals kostenlos storniert werden.

„Die Voraussetzung ist, dass die Reise durch außergewöhnliche Umstände tatsächlich konkret beeinträchtigt ist“, sagt Karolina Wojtal, Juristin und Projektleiterin beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland gegenüber den Onlineportal „Reisereporter“.

Was sind „außergewöhnliche Umstände“?

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt, das „außergewöhnliche Umstände – früher höhere Gewalt“ dann vorliegen würden, wenn „ein von außen einwirkendes Ereignis die Reise erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt. Darunter fallen zum Beispiel Naturkatastrophen und Kriege oder Seuchen, Epidemien und Pandemien“.

Streiks etwa von Mitarbeitern des Reiseveranstalters zählten nicht dazu, da es sich dabei um betriebsinterne Vorgänge handeln würde. Streiks bei Dritten wie dem Flughafenpersonal (etwa Piloten), für die der Veranstalter nicht einzustehen hat, könnten hingegen außergewöhnliche Umstände begründen.

Was bedeutet das für den Urlaub in Italien und Kroatien?

Für den gebuchten Urlaub in Italien und Kroatien bedeutet das: Reisen können unter der Voraussetzung kostenlos storniert werden, wenn sie in ein konkret vom Unwetter betroffenes Gebiet führen.

Die Sorge vor möglichen Schäden in bisher nicht betroffene Regionen genügt nicht für eine Stornierung. Explizit bedeutet das: Angst oder Unsicherheitsgefühle sind keine Stornierungsgründe.

Welche Unterschiede gibt bei Pauschal-und Individualreisen?

Nach Angaben des ADAC sind Pauschalreisende bei Naturkatastrophen im Vorteil: Aufgrund „außergewöhnlicher Umstände“, welche beispielsweise die Anfahrt zu einer Reise oder deren Durchführung erheblich beeinträchtigen, lässt sich der Urlaub kostenlos stornieren.

Individualreisende können hingegen ihr Hotel nicht stornieren, nur weil der Strand in der Region nicht nutzbar ist bzw. Straßen oder Bahnstrecken überflutet sind. Eine Umbuchungs- oder Kulanzmöglichkeit ergebe sich laut ADAC erst dann, wenn etwa das Hotel aufgrund des Hochwassers nicht nutzbar sei oder der im Zusammenhang mit dem Hotel beworbenen Pool- oder Strandzugang nicht gewährleistet werden könne.

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