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Russland startet Militärmanöver

Moskau lässt die nuklearen Muskeln spielen und startet ein Manöver mit seiner neuen Interkontinentalrakete „Yars“. Diese kann außergewöhnlich große Atomsprengköpfe tragen.

  • Dieses am 19. Februar 2022 vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums  veröffentlichte  Videostandbild zeigt den Start einer ballistischen Interkontinentalrakete vom Typ „Yars“ von einem Flugplatz aus während einer militärischen Übung.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

    Dieses am 19. Februar 2022 vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlichte Videostandbild zeigt den Start einer ballistischen Interkontinentalrakete vom Typ „Yars“ von einem Flugplatz aus während einer militärischen Übung.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

  • Dieses vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums via AP veröffentlichte Videostandbild zeigt einen RS-24 „Yars“-Raketenwerfer, der an einem ungenannten Ort in Russland aus einem Bunker gefahren wird.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

    Dieses vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums via AP veröffentlichte Videostandbild zeigt einen RS-24 „Yars“-Raketenwerfer, der an einem ungenannten Ort in Russland aus einem Bunker gefahren wird.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

  • Das russische Militär hat mit Übungen seiner strategischen Raketentruppen begonnen und mobile RS-24  in Sibirien eingesetzt, um die massiven nuklearen Fähigkeiten des Landes inmitten der Kämpfe in der Ukraine zu demonstrieren.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

    Das russische Militär hat mit Übungen seiner strategischen Raketentruppen begonnen und mobile RS-24 in Sibirien eingesetzt, um die massiven nuklearen Fähigkeiten des Landes inmitten der Kämpfe in der Ukraine zu demonstrieren.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

  • Russische ballistische RS-24 Yars-Raketen werden während der Militärparade zum „Tag des Sieges“ durch Moskau gefahren. Anlässlich des 77. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs am 9. Mai  2022 feiert Russland –  überschattet vom Krieg gegen die Ukraine –  den Sieg über Hitler-Deutschland.Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

    Russische ballistische RS-24 Yars-Raketen werden während der Militärparade zum „Tag des Sieges“ durch Moskau gefahren. Anlässlich des 77. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs am 9. Mai 2022 feiert Russland – überschattet vom Krieg gegen die Ukraine – den Sieg über Hitler-Deutschland.Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

  • In einem vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums am 26. Oktober 2022 veröffentlichten Video wird eine ballistische Interkontinentalrakete des Typs Yars im Rahmen der russischen Atom-Übungen von einem Startplatz in Plesetsk im Nordwesten Russlands abgefeuert.Foto: Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums via AP/dpa

    In einem vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums am 26. Oktober 2022 veröffentlichten Video wird eine ballistische Interkontinentalrakete des Typs Yars im Rahmen der russischen Atom-Übungen von einem Startplatz in Plesetsk im Nordwesten Russlands abgefeuert.Foto: Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums via AP/dpa

  • Die 21 bis 23 Meter lange Rakete kann drei bis vier  Mehrfach-Nukleargefechtsköpfe mit je 100–300 Kilotonnen (kt) TNT tragen (zur Info: TNT ist eine  Maßeinheit für die bei einer Explosion frei werdende Energie).Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

    Die 21 bis 23 Meter lange Rakete kann drei bis vier Mehrfach-Nukleargefechtsköpfe mit je 100–300 Kilotonnen (kt) TNT tragen (zur Info: TNT ist eine Maßeinheit für die bei einer Explosion frei werdende Energie).Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Die Meldung in den Medien liest sich auf den ersten Blick unspektakulär: „Russland startet Militärmanöver mit dem Interkontinentalraketensystem Yars.“ Die Übungen würden in drei russischen Regionen durchgeführt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit, ohne die Regionen konkret zu benennen. Außerdem würden „eine Reihe von Maßnahmen zur Tarnung und Abwehr moderner Luftaufklärungsmittel“ durchgeführt werden, hieß es weiter.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Was ist das Yars-Missile-System?

Über das Interkontinentalraketensystem Yars-Missile sind nur wenige taktische und technische Merkmale bekannt. Experten-Berichten zufolge haben die Flugkörper eine Reichweite von 12.000 Kilometern.

Nach westlichen Geheimdienstinformationen ist die RS-24 „Yars“ eine silogestützte, mobile ballistische Interkontinentalrakete aus russischer Produktion. Sie ist eine Weiterentwicklung der RS-12M2 Topol-M (Nato-Codename SS-27 Sickle-B), welche mit Mehrfachsprengköpfen bestückt ist. Derzeit befinden sich rund 153 RS-24 Raketen in der mobilen und rund 20 RS-24 Raketen in der stationären Version im Dienst der russischen Raketentruppen.

Wie zerstörerisch ist die Yars-Rakete?

Die 21 bis 23 Meter lange Rakete kann drei bis vier Mehrfach-Nukleargefechtsköpfe mit je 100–300 Kilotonnen (kt) TNT tragen.

Zum Vergleich: Die Atombombe „Little Boy“, die am 6. August 1945 von dem amerikanischen B-29-Bomber über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen wurde, hatte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT-Äquivalent (zur Info: TNT-Äquivalent ist eine Maßeinheit für die bei einer Explosion frei werdende Energie).

Eine einzelne Yars-Rakete hätte demnach eine maximale Zerstörungskraft von 1200 kt. Das entspricht mehr als 90 Hiroshima-Bomben.

Welche Folgen hätte die Explosion einer Yars-Rakete?

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte 2020 in einer Studie „Auswirkungen einer Atombombe auf Deutschland“ die Folgen einer atomaren Explosion von 550 kt (also weniger als der Hälfte der Zerstörungskraft einer einer Yars-Rakete) auf eine Großstadt berechnet. Das durch die Auswirkungen betroffene Gebiet hätte eine Fläche von 213 Quadratkilometern.

US-Mediziner hatten bereits 2002 die Todeszahlen infolge einer 13-Kilotonnen-Atombomben-Explosion berechnet. In ihrer Studie im „British Medical Journal“ kamen sie auf mindestens 250 000 Tote.

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) hat modelliert, dass eine 100-kT-Atombombe eine Region im 80-Kilometer-Radius zerstören und verstrahlen würde.

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