Wissen

RKI meldet „gewisse Entspannung“

Die Corona-Infektionen in Deutschland nehmen laut Robert-Koch-Institut (RKI) ab. Ob der Trend von Dauer ist oder mit den Herbstferien in vielen Bundesländern zusammenhängt, bleibt noch unklar.

  • Die Inzidenz sinkt im Vergleich zur Vorwoche um 16 Prozent.Foto: dpa/Marijan Murat

    Die Inzidenz sinkt im Vergleich zur Vorwoche um 16 Prozent.Foto: dpa/Marijan Murat

Die Herbstwelle scheint vorerst abzuflachen: Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend berichtet, deute sich bei den Erkrankungszahlen durch Covid-19 eine „gewisse Entspannung“ an. Dennoch sei Vorsicht geboten.

Die bundesweite Inzidenz sinkt im Vergleich zur Vorwoche um 16 Prozent und liegt aktuell bei 464,1. Der Rückgang zeichne sich laut RKI-Wochenbericht „in allen Altersgruppen“ ab. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz wurde wie auch schon zuvor bei Kindern und Jugendlichen verzeichnet, die höchste bei 50- bis 63-Jährigen. Auch in den meisten Bundesländern sinkt die Inzidenz weiterhin. In Bayern (-33 Prozent), Baden-Württemberg (-26 Prozent) und im Saarland (-26 Prozent) sank sie am stärksten. Eine Zunahme wurde lediglich in Mecklenburg-Vorpommern mit 13 Prozent, in Hamburg mit sechs Prozent und in Nordrhein-Westfalen mit einem Prozent beobachtet.

Ob es sich nur um einen vorübergehenden Rückgang handelt, der auch mit den Herbstferien in vielen Bundesländern verbunden ist, oder ob der Abwärtstrend sich fortsetzt, bleibt laut RKI abzuwarten. Experten gehen zudem seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus, da sich das Testverhalten geändert haben könnte und nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen würden.

RKI-Schätzungen zufolge gab es hierzulande in der vergangenen Woche zwischen 700.000 und 1,6 Millionen Sars-CoV-2-Infizierte, die Symptome einer akuten Atemwegsinfektion aufwiesen. Geschätzt gingen 350.000 davon aufgrund dessen zum Arzt, so der Bericht. Beide Berechnungen liegen damit unter den Werten der Vorwoche. Weiterhin seien Personen ab 80 Jahre am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Die Hospitalisierungsrate liegt derzeit bei 5,4. Somit verzeichnet sich laut RKI ebenfalls kein weiterer Anstieg der schwer verlaufenden Corona-Fälle ab.

Nach wie vor dominiert in Deutschland der Omikron-Subtyp BA.5. Mit einem Gesamtanteil von 96 Prozent habe dieser Typ RKI-Ermittlungen zufolge alle anderen Varianten „fast vollkommen verdrängt“. Jedoch würde der Anteil weiterer Sublinien des BA.5-Typs (BF.7, BQ.1 und BQ.1.1) auch in Deutschland aktuell zunehmen.

Trotz der sinkenden Infektionszahlen sei es weiterhin besonders wichtig, die bestehenden Empfehlungen umzusetzen und beim Auftreten von Symptomen einer Atemwegsinfektion zu Hause zu bleiben, Kontakte zu meiden und bei Bedarf die hausärztliche Praxis zu kontaktieren.

Datenschutz-Einstellungen