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Jeden achten Mann trifft es im Alter

Daten der AOK zeigen, wie wichtig Vorsorgeuntersuchungen für ältere Männer sind. Jeder Achte leidet im Alter an Prostatakrebs. Hier zeigen wir die detaillierten Daten.

  • Prostata-Vorsorgeuntersuchungen sind unangenehm – aber sehr wichtig.Foto: dpa//Mascha Brichta

    Prostata-Vorsorgeuntersuchungen sind unangenehm – aber sehr wichtig.Foto: dpa//Mascha Brichta

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Von den Über-80-Jährigen erhält jeder Achte diese Prognose. In diesem Text geht es um die Fakten zu Prostatakrebs in Baden-Württemberg, basierend auf Daten der AOK Baden-Württemberg. Diese werten wir für unser Projekt „Gesundheitsatlas BW“ aus.

Je älter man wird, desto höher ist das Risiko. Es steigt sogar noch schneller an als bei Frauen das Brustkrebs-Risiko. Bis 45 erkranken 0,6 Prozent der Männer, bei Senioren zehnmal so viele. Über 80 verdoppelt sich das Risiko nochmals. Die Tabelle zeigt die Verteilung nach Altersgruppen und Geschlechtern:

Eine positive Entwicklung: Verglichen mit 2012 ist der Anteil der Menschen mit Prostatakrebs in Baden-Württemberg leicht zurückgegangen, von 1,6 auf 1,5 Prozent. Das hat vor allem mit einem Rückgang bei den Senioren zu tun (6,4 auf 5,8 Prozent). Bei den Männern über 80 stieg der Anteil von 10,4 auf 11,7 Prozent.

Prostatakrebs in Baden-Württemberg

Wie verteilen sich Prostatakrebs-Diagnosen in Baden-Württemberg und in der Region Stuttgart? Das zeigen die folgenden Karten. Zunächst visualisieren wir die Verteilung über alle Altersgruppen hinweg. Dunkelblau eingefärbte Stadt- und Landkreise liegen über dem Altersschnitt, hellblau eingefärbte darunter.

Über dem Schnitt liegen vor allem die Kreise Hohenlohe, Main-Tauber und Böblingen. In den Großstädten mit ihrer relativ jungen Bevölkerung sind sie etwa halb so hoch wie in diesen Landkreisen.

Klicken Sie auf einen Landkreis für den exakten Wert:

Am häufigsten sind Hochbetagte über 80 Jahren von Prostatakrebs betroffen. Anders als bei der Verteilung insgesamt sind die Großstädte hier teilweise über dem Landesschnitt von 11,8 Prozent, ebenso wie die Kreise Tuttlingen, Tübingen und Sigmaringen.

Ein Klick auf den Kreis zeigt Ihnen auch hier den exakten Wert an:

Prostatakrebs in der Region Stuttgart

In Stuttgart ist Prostatakrebs relativ selten – vermutlich eine Folge der Altersstruktur dort. Deutlich häufiger als im Landesschnitt tritt er etwa im Raum Herrenberg auf sowie in den Gemeinden nordöstlich von Esslingen. Am höchsten ist der Anteil der Bewohner mit Diagnose Prostatakrebs in Altdorf (Kreis Böblingen) mit 3,6 Prozent, das ist mehr als doppelt so viel wie im Landesschnitt. Am niedrigsten ist er in Bad Cannstatt (0,81 Prozent).

Klicken Sie in der Karte auf die Gemeinde, die Sie interessiert, um den Anteil der Bewohner mit Diagnose Prostatakrebs zu sehen:

Die Daten in diesem Beitrag stammen von der AOK Baden-Württemberg. Sie ist mit rund 4,6 Millionen Versicherten die größte Krankenkasse in Baden-Württemberg. Für zwölf ausgewählte Krankheiten stellt uns die AOK aggregierte Diagnosedaten ihrer Versicherten zur Verfügung.

Bis hinunter auf Postleitzahlebene kann man damit sehen, wie verbreitet die Krankheiten sind – aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, von Kindern bis zu Hochbetagten. Die Verteilung der Diagnosen unter ihren Versicherten entspricht in etwa der Verteilung unter allen Einwohnerinnen und Einwohnern.

Zu unserem Projekt „Gesundheitsatlas“ gelangen Sie über diesen Link.

Zum Datenprojekt „Gesundheitsatlas“

Daten
Wie alle Krankenkassen erhält die AOK zu Abrechnungszwecken von Ärzten und Krankenhäusern Daten zu Diagnosen und der Therapie ihrer Versicherten. Diese Daten aggregiert sie nach Wohnort, Geschlecht und Alter der Patienten. Damit kann die AOK errechnen, wie hoch unter ihren Versicherten der Anteil einzelner Krankheiten in bestimmten Altersgruppen oder Postleitzahlbereichen ist.

Repräsentativ
Die Zusammensetzung der AOK-Versicherten entspricht bei Geschlecht und Altersgruppe in etwa der Gesamtbevölkerung in Baden-Württemberg. Bei Unter-45-Jährigen liegt der Anteil höchstens fünf Prozent über dem der Gesamtbevölkerung, bei Älteren höchsten 15 Prozent darunter. Lässt man Einkommensunterschiede außen vor, sind die Daten zur Verteilung einzelner Krankheiten unter AOK-Versicherten also annähernd repräsentativ für Baden-Württemberg. 

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