Mit dem letzten Thüringer Corona-Eindämmungserlass ist die Hospitalisierungsrate (auch Hospitalisierungsinzidenz genannt) neben der Sieben-Tage-Inzidenz zu einem weiteren wichtigen Indikator für die Beurteilung der Infektionslage und der Einführung zusätzlicher Maßnahmen geworden. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen in Krankenhäuser aufgenommen wurden.
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So hoch ist die Hospitalisierungsrate in Thüringen aktuell
Die 7-Tage-Hospitalisierungsrate wird vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) entsprechend den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) kommuniziert. Diese liegt:
In Thüringen aktuell bei 3,82 (Stand: 14.10.2021).
Damit liegt die Hospitalisierungsrate im Bundesland Thüringen über dem deutschlandweiten Durchschnittswert von 1,93 (Stand: 14.10.2021).
Das Stufenmodell der Hospitalisierungsrate in Thüringen
Der primäre Leitindikator bleibt in Thüringen weiterhin die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen. Der Wert wird auch Frühwarnindikator genannt. Die Hospitalisierungsrate wird als Schutzwert und die Intensivbettenbelegung als Belastungswert gesehen. Überschreitet der Leitindikator und mindestens einer der beiden Zusatzindikatoren an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Maximalwert der jeweiligen Stufe des Stufenplans, tritt die höhere Warnstufe in Kraft(1). Das Stufenmodell ist in Thüringen wie folgt definiert:
- Basisstufe:
Leitindikator: unter 35 Schutzwert: unter 4 Belastungswert: unter 3 %
- Warnstufe 1:
Leitindikator: 35 bis 99,9 Schutzwert: 4 bis 6,9 Belastungswert: 3 bis 5,9 %
- Warnstufe 2:
Leitindikator: 100 bis 200 Schutzwert: 7 bis 12 Belastungswert: 6 bis 12 %
- Warnstufe 3:
Leitindikator: über 200 Schutzwert: über 12 Belastungswert: über 12 %

