Durch die steigenden Corona-Zahlen gewinnt vor allem auch das Thema Impfen wieder an Bedeutung. Die deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz liegt mittlerweile wieder bei knapp 800. Auch in den Krankenhäusern steigt der Mehraufwand durch Patienten mit Corona-Infektionen. Erste Verschärfungen im öffentlichen Leben deuten sich nun ebenfalls an (1).
Für wen ist die vierte Impfung bzw. der zweite Booster sinnvoll?
All das führt dazu, dass die Zahl der Impfwilligen erneut steigt. Insgesamt 8,7 Millionen Menschen haben inzwischen die vierte Impfung (2). Aber wer sollte den zweiten Booster überhaupt bekommen? Hier gelten weiterhin die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Für folgende Personengruppen wird die vierte Impfung mit einem Abstand von mindestens 6 Monaten zur letzten Impfung oder einer SARS-CoV-2-Infektion empfohlen (3):
Ausgenommen von den oben genannten Empfehlungen sind Personen, die mit einem Abstand von mindestens 3 Monaten nach der ersten Auffrischungsimpfung eine Corona-Infektion hatten. Eine Infektion innerhalb der folgenden 3 Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung wird anders gewertet. Die vierte Impfung wird dann trotzdem empfohlen.
Andere Impfwillige (Vierte Impfung unter 60)
Wer nicht zu den oben genannten Personengruppen gehört und dennoch eine vierte Impfung bzw. einen zweiten Booster möchte, bei dem wird die Entscheidung dem Impfarzt überlassen. Wird sich unter der individuellen Berücksichtigung der Gefährdung für eine zweite Auffrischungsimpfung entschieden, erfolgt eine ärztliche Aufklärung (auch schriftlich).

