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Den Osten hat Corona besonders getroffen

In manchen Bundesländern sind während der Pandemie ein Fünftel mehr Menschen gestorben als in den Jahren zuvor. Die Analyse zeigt, woran das liegt – und was uns das für den Winter 2022 sagt.

  • Die ostdeutschen Bundesländer waren ein Zentrum der Coronaproteste – und hier sind besonders viele Menschen während der Pandemie gestorben.Foto: dpa//Sebastian Kahnert

    Die ostdeutschen Bundesländer waren ein Zentrum der Coronaproteste – und hier sind besonders viele Menschen während der Pandemie gestorben.Foto: dpa//Sebastian Kahnert

Wie kommt Deutschland am besten durch den dritten Pandemiewinter? Bei der Diskussion stehen sich wieder „Team Vorsicht“ und „Team Freiheit“ gegenüber. Wer hat die besseren Argumente?

Eine Analyse von Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) zeigt: Wo sich möglichst wenige anstecken und möglichst viele geimpft sind, sterben deutlich weniger Menschen. Das gilt für die Jahre 2020 und 2021 und ist im Grunde wenig bekannt – aber trotzdem wichtig, weil Infektionsschutz und Impfen als wichtigste Coronamaßnahmen für das Winterhalbjahr gelten. Insofern überrascht die derzeit intensive Diskussion etwa über Sinn und Unsinn einer Maskenpflicht, wie sie im Infektionsschutzgesetz geregelt werden soll.

Verlorene Lebensjahre sind ungleichmäßig verteilt

Dass in Deutschland während der Pandemie mehr Menschen verstorben sind als in den Jahren davor, ist mittlerweile klar: 2016 bis 2019 starben laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 935 000 Menschen pro Jahr. 2020 waren es 985 000, 2021 etwas mehr als eine Million. Nicht für alle überzähligen Todesfälle ist die Pandemie verantwortlich, zudem sterben schon wegen der alternden Bevölkerung von Jahr zu Jahr mehr Menschen. Allerdings zählte das Robert-Koch-Institut 2020 und 2021 deutschlandweit fast 115 000 an und mit Covid-19 Verstorbene. Es liegt also nahe, dass die Pandemie für einen relevanten Teil der Übersterblichkeit verantwortlich ist.

Doch die verlorenen Lebensjahre sind ungleichmäßig auf Deutschland verteilt. In den ostdeutschen Bundesländern starben vergleichsweise deutlich mehr Menschen; mit Ausnahme Bayerns lag nur in diesem Teil Deutschlands die Übersterblichkeit bei mehr als zehn Prozent. Am höchsten war sie 2020 in Sachsen. Damals starben dort 13,3 Prozent mehr Menschen als in den Jahren davor – „vor allem, weil die Alphavariante von Tschechien recht früh dort ankam“, sagt Sebastian Klüsener vom BIB. In den anderen Bundesländern war das erst Anfang 2021 der Fall. Im zweiten Pandemiejahr starben in Thüringen fast ein Fünftel mehr Menschen als vor der Pandemie. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r

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