Vulkane ängstigen und faszinieren die Menschen – und das zu Recht. Viele Regionen auf diesem Planeten haben eine explosive Vergangenheit. Derzeit sind 1500 bis 1900 Vulkane auf der Erde aktiv und können jederzeit ausbrechen.Foto: imago/panthermedi/a
2010 n. Chr. – Merapi, Indonesien: Der Merapi in Zentraljava gilt als einer der gefährlichsten und aktivsten Vulkane der Welt . Über 320 Menschen starben.Foto: imago/Xinhua
1991 n. Chr. – Pinatubo, Luzon, Philippinen: Der heftigste Vulkanausbruch überhaupt im 20. Jahrhundert. Asche und Gase werden in die Atmosphäre geschleudert, die Klimaauswirkungen sind auf der gesamten Erde spürbar.Foto: imago/wirestock
1985 n. Chr. – Nevado del Ruiz, Kolumbien: Asche und Gase, die bei der Explosion freigesetzt wurden, ließen die Eiskappe des Vulkans schmelzen, worauf Schlammmassen die Stadt Armero verwüsteten und fast 25 000 Menschen unter sich begruben.Foto: imago images/Jorge Hurtado
1980 n. Chr. – Mount St. Helens, USA: Der Gipfel des Mount St. Helens lag vor dem Ausbruch auf 2950 Metern, heute beträgt die Gipfelhöhe des Berges 2549 Meter. Ein Gebiet von 500 Quadratkilometern war direkt vom Ausbruch betroffen.Foto: imago/wirestock
1919 n. Chr. – Kelud, Java: Das Wasser des Kratersees bildete Lahare – Schlamm- und Schuttströme, die talwärts flossen und mehr als 5000 Menschen töteten.Foto: imago/pond5
1912 n. Chr. – Katmai, Alaska, USA: Als der Katmai explodierte, hüllte er weite Gebiete Alaskas in dunkle Wolken. 45 Kubikkilometer Asche und Gestein traten aus, was den Ausbruch zum volumenmäßig stärksten des 20. Jahrhunderts machte.Foto: imago/uig
1902 n. Chr. Montagne Pelée, Martinique, Kleine Antillen: Die acht Kilometer entfernte Hafenstadt St. Pierre wurde vollkommen zerstört. Die Behörden verweigerten eine Evakuierung. Die Opferzahlen schwanken zwischen 28 000 und 40 000.Foto: imago/Danita Delimont
1883 n. Chr. Krakatau, Indonesien: 20 Kubikkilometer Asche und Gestein wurden bis in 25 Kilometer Höhe geschleudert. Dem Ausbruch folgten Tsunamis, fast 37 000 Menschen fanden den Tod (In diesem Videostandbild, das vom indonesischen Zentrum für Vulkanologie und geologische Katastrophenschutzbehörde/PVMBG veröffentlicht wurde, spuckt der Vulkan Anak Krakatau am 10. Juni 2023 Asche und Dampf aus).Foto: Uncredited/PVMBG/AP/dpa
1815 n. Chr. – Tambora, Indonesien: Gas- und Aschewolken, Feuer- und Gesteinsbrocken sowie Tsunamis töteten mehr als 70 000 Menschen. Der Staub in der Atmosphäre veränderte das Klima, was weltweit zu Hungersnöten führte.Foto: imago/pond5
1792 n. Chr. – Unzen, Japan: Einer der heftigsten Ausbrüche in der Geschichte Japans, bei dem die Städte Higo und Schimabara völlig zerstört wurden und 15 000 Menschen starben.Foto: imago/agefotostock
1783-1784 n. Chr. – Lakagigar, Island: Bei den über sechs Monate lang anhaltenden Eruptionen wurden riesige Lavamengen frei, 120 Millionen Tonnen Schwefeldioxid wurden in die Atmosphäre geschleudert. Die nördliche Hemisphäre kühlte sich um 1,5 Grad Celsius ab.Foto: imago/pond5
1669 n. Chr. – Ätna, Italien: Die Ausbrüche vom 8. März bis zum 11. Juli 1669 zerstörten große Teile der sizilianischen Stadt Catania. Sie gehörten zu den größten historischen Eruptionen des Ätna (eine Aschewolke ist während eines Ausbruchs des Ätna, dem größtem aktiven Vulkan in Europa, am 4. Juli 2021 zu sehen).Foto: Salvatore Allegra/AP/dpa
1631 n. Chr. – Vesuv, Italien: 4000 Menschen starben durch Schlamm- und Lavafluten (Ausbruch des Vesuv: Zeichnung von 1880).Foto: imago/uig
181 n. Chr. – Taupo, Neuseeland: Der Ausbruch des Supervulkans war einer der heftigsten in den vergangenen 2000 Jahren. Vom einstigen Vulkan ist nur der Lake Taupo übrig geblieben (Graustufen, aufgenommen am Roten Kater in Neuseeeland).Foto: imago/wirestock
79 n. Chr. – Vesuv, Pompeji, Italien: Pompeji und Herculaneum, blühende Zentren des römischen Imperiums, wurden komplett zerstört und mitsamt ihren Bewohnern unter Asche und Gestein begraben (das antike Pompeji mit dem Vesuv im Hintergrund).Foto: IMAGO/Antonio Balasco
1500 v. Chr. – Thira, Santorin, Griechenland: Der Vulkanausbruch löste einen Tsunami aus. Die Folgen der Eruption waren ein Grund für das Verschwinden der minoischen Kultur auf Kreta.Foto: imago/Karsten Eggert
74 000 v. Chr. – Toba, Indonesien: Durch die Eruption wurde eine riesige Caldera geschaffen. Die damalige menschliche Population auf der Erde soll, so eine Theorie, durch die globale Klimaveränderung und den Temperatursturz vor dem Aussterben gestanden haben.Foto: imago/agefotostock
Vor 252 Millionen Jahren – Trapp, Russland: Bei der sogenannten Perm-Katastrophe starben innerhalb von 200 000 Jahren 95 Prozent aller Meeresbewohner und über 60 Prozent der Landlebewesen aus. Ursache dafür waren Vulkanausbrüche im heutigen Russland, die zu den größten der Erdgeschichte gehörten. Dabei wurde soviel Kohlendioxid freigesetzt, dass das globale Klima kollabierte. Ein gigantischer Flutbasalt (Trapp) aus extrem dünnflüssiger basaltischer Lava überzog die Landschaft und gestaltete Sibirien (Vulkan in Sibirien).Foto: IMAGO/Design Pics
640 000 v. Chr. – Yellowstone: Der Ausbruch des Supervulkans riss einen Kraterkessel zyklopischen Ausmaßes in die Erde.Foto: imago/wirestock
Vor 1,3 Millionen Jahren – Yellowstone, USA: Dieser Ausbruch soll 250-mal stärker als der des Pinatubo (1991) und mit ein Auslöser für eine der Eiszeiten im Erdzeitalter des Pleistozän gewesen sein (Foto: Der Grand Prismatic Spring im Yellowstone National Park (US-Bundesstaat Wyoming).Foto: IMAGO/Cavan Images