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„Cancel Culture“ – was dahinter steckt

Die Harry Potter Autorin J.K. Rowling wurde „gecancelt“ – ehemalige Fans boykottieren seitdem ihre Bücher und Filme. Immer wieder sind Prominente von der „Cancel Culture“ betroffen und müssen um ihrem Ruf bangen.

  • Der Begriff „Cancel Culture“ fällt immer häufiger.Foto: imago images/SYNEL/SYNEL via www.imago-images.de

    Der Begriff „Cancel Culture“ fällt immer häufiger.Foto: imago images/SYNEL/SYNEL via www.imago-images.de

Nachdem sich die Erfolgsautorin J.K Rowling , vor rund drei Jahren in einem Tweet – nach Ansicht der Betroffenen – transphobisch äußerte, fiel die Britin der „Cancel Culture“ zum Opfer.

Jemanden zu „canceln“ (zu deutsch: absagen, stornieren) ist eine Art moderne Form des Prangers. Äußert sich ein Prominenter oder eine öffentliche Person beleidigend oder diskriminierend, wird sie heutzutage immer öfter „gecancelt“. Das heißt, die Person soll von Bühnen, sozialen Plattformen oder aus dem TV-Programm verschwinden. Es kommt es zu einer öffentlichen Gegenreaktion, die oft von politisch motivierten sozialen Medien angeheizt wird.

In der „Cancel Culture“ werden Menschen abgestempelt

Die “Cancel Culture“ stellt also eine Form des Boykotts dar – bestimmte (oft prominente) Menschen oder Gruppen werden „abgestempelt“ und sollen gemieden werden, weil sie auf fragwürdige oder kontroverse Weise gehandelt haben. Dabei geht es meist um mehr als um harmlose Meinungsäußerungen. Es geht um Fragen sozialer Gerechtigkeit, Sexismus, Rassismus, Homophobie oder Transphobie – wie im Fall von J.K. Rowling.

Influencer nach Betrugsverdacht „gecancelt“

Auch der Influencer Fynn Kliemann wurde öffentlich „gecancelt“, nachdem er im Mai letzten Jahres durch einen Beitrag von Satiriker Jan Böhmermann wegen Verbindungen zu einer Textilfirma rund um das Geschäft mit Schutzmasken in die Kritik geriet.

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