Wirtschaft

Diese Aldi-Filialen werden geschlossen

Zahlreiche ältere und kleinere Standorte in ganz Deutschland werden aktuell geschlossen – dahinter steckt eine bestimmte Strategie.

  • Bei Aldi wird das Filialnetz modernisiert.Foto: Andreas Arnold

    Bei Aldi wird das Filialnetz modernisiert.Foto: Andreas Arnold

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel befindet sich Anfang 2026 in einer Phase der Neuordnung. Erstmals seit Jahren zeigen sich rückläufige Zahlen bei Discounter-Standorten, besonders bei Aldi Nord und Aldi Süd, die in den vergangenen Wochen mehr Filialen geschlossen als neu eröffnet haben. Die Gesamtzahl der Discounter-Standorte in Deutschland ist im März 2026 leicht zurückgegangen - ein Trend, der bundesweit zu spüren ist.

Laut aktuellen Berichten haben Aldi Nord und Aldi Süd bereits im Februar 2026 mehrere Standorte geschlossen und im März wurden weitere Filialen aufgegeben. Die Nettoveränderung der Aldi-Gruppe lag im März bei minus acht Filialen bundesweit.

Schließungen/Umbau bei Aldi Süd

Schließungen/Umbau bei Aldi Nord

Diese Entwicklung zeigt die Strategie des Unternehmens: Ältere, kleinere Filialen werden zugunsten größerer, moderner Standorte aufgegeben. Hinter den Schließungen steckt ein strategischer Plan. Besonders ältere Filialen aus den 1980er- und 1990er-Jahren passen nicht mehr ins neue Konzept des Discounters.

Neuer Aldi in Stuttgart-Vaihingen

Diese alten Standorte sind oft zu klein, zu unmodern und erfüllen die heutigen Anforderungen an Einkaufskomfort und Frischwarenabteilungen nicht mehr. Parallel zu den Schließungen eröffneten zum Beispiel neue, deutlich größere Märkte in Stuttgart-Vaihingen, München-Riem, Karlsruhe-Durlach, Hannover, Kiel und Magdeburg. Auch im Einkaufszentrum „Das ES“ in Esslingen ist Aldi jetzt präsent.

Die neuen Standorte sind nach einem zeitgemäßen Filialkonzept gebaut: mehr Platz für Frischeartikel, ein Fokus auf Nachhaltigkeit, Selbstbedienungskassen und Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge auf den Parkplätzen. Im urbanen Raum entstehen so neue Einkaufserlebnisse, die sich vom klassischen Discounter-Image lösen sollen und stärker an Vollsortimentern wie Rewe oder Edeka orientieren.

Trend zu größeren Aldi-Filialen

Branchenbeobachter erwarten, dass Aldi Nord und Aldi Süd 2026 und 2027 rund ein Prozent weniger, aber deutlich größere Standorte betreiben werden. Die Schließungen sind also kein Rückzug, sondern Teil einer strategischen Bereinigung im Rahmen eines umfassenden Modernisierungsprogramms.

Aldi ist übrigens nicht der einzige betroffene Discounter: Auch Netto Marken-Discount und Penny verzeichneten Rückgänge, während Lidl im gleichen Zeitraum leicht zulegte.

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